Mehrere Fälle von Wechselbetrug in Aschaffenburg

Anzeige

Würzburg erleben

28. März 2017

Ein Streifenwagen der Polizei - Foto: Pascal Höfig
Polizei_Blaulicht_Symbol-6

Ein Streifenwagen der Polizei - Foto: Pascal Höfig

 Bundespolizei ermittelt Tatverdächtigen

Nachdem vorletzte Woche mehrere Fälle des sogenannten Wechselbetrugs in Aschaffenburg zur Anzeige gebracht wurden, hat die Bundespolizei nun einen Tatverdächtigen ermitteln können. Schlüssel zum Erfolg waren dabei hochwertige Videoaufzeichnungen der geprellten Geschäfte in Aschaffenburgs Hauptbahnhof.

Am 18. März meldeten gleich drei im Hauptbahnhof Aschaffenburg ansässige Geschäfte der Bundespolizei Fälle des sogenannten Wechselbetruges. Während der Betrüger in einem Fall an dem aufmerksamen Verkaufspersonal scheiterte, ergaunerte er sich in zwei weiteren Läden Bargeld in Höhe von rund 60 Euro.

Wie sich später herausstellte, ging der Betrüger nicht nur im Hauptbahnhof seiner „Arbeit“ nach, sondern auch in der City-Galerie. Dort war er mit der gleichen Masche in mindestens einem Fall erfolgreich.

Ermittlung

In Kooperation ermittelten in den darauf folgenden Tagen die Aschaffenburger Kriminalpolizei und die Bundespolizei gegen den zum damaligen Zeitpunkt noch Unbekannten. Einen guten Ansatzpunkt boten dabei die hochwertigen Aufzeichnungen der Videoüberwachung im Hauptbahnhof Aschaffenburg.

Kameraaufzeichnung

Die Kameras hatten den Betrüger bei der Ausübung seiner Taten aufgezeichnet. Benachbarten Polizeidienststellen wurden Bilder des Täters daraufhin zugesandt, worauf die Bundespolizei in Frankfurt am Main den Mann letztlich als einen 21-jährigen Rumänen identifizierte. Dieser ist in Vergangenheit bundesweit bereits durch die Begehung von Straftaten in Erscheinung getreten.

Die in Aschaffenburg begangenen Taten werden nun voraussichtlich gebündelt zur Anzeige gebracht, um so der Staatsanwaltschaft eine möglichst effektive Strafverfolgung zu ermöglichen.

Landes- und Bundespolizei rufen nun dazu auf weitere Fälle, die möglicherweise noch nicht zur Anzeige gebracht wurden, unverzüglich zu melden.

Hintergrund

Der sogenannte Wechselbetrug oder Wechseltrick ist eine seit vielen Jahren immer wieder erfolgreich praktizierte Betrugsmasche. Die Taten verlaufen dabei immer nach einem ähnlichen Muster. Während des Wechselvorganges wird der oder die Angestellte abgelenkt und dabei auf raffinierte Art und Weise um ganz unterschiedlich hohe Geldbeträge betrogen.

Durch gezielte Vorsichtsmaßnahmen kann ein Betrug verhindert werden:

  • Oberstes Gebot ist es, sich während des Wechselvorganges nicht ablenken zu lassen.
  • Gerade in Stresssituationen soll jeder Schritt des Geldwechselns ganz bewusst durchgeführt werden.
  •  Erhöhte Vorsicht ist geboten, wenn scheinbar unbeteiligte Kunden versuchen, den Wechselvorgang zu unterbrechen.
  • Bei außergewöhnlichen Kassengeschäften und /oder Stresssituationen kann es hilfreich sein, eine Kollegin oder einen Kollegen um Unterstützung zu bitten.
  • Gewechseltes Geld soll sofort und selbst nachgezählt werden.
  • Die regelmäßige Aufklärung des Verkaufspersonals kann vor bösen Überraschungen bewahren.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizei. 

Banner2
Topmobile2