Alte Mainbrücke: Sicherheit durch roten Radweg

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Katharina Kraus

1. April 2017

Ein sichtbarer Radweg auf der Alten Mainbrücke? Fotomontage: Dominik Ziegler
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Ein sichtbarer Radweg auf der Alten Mainbrücke? Fotomontage: Dominik Ziegler

Würzburgs Schiebschild

Seit letzter Woche wirbt die Stadt Würzburg mit einem neuen Schild für mehr gegenseitigen Respekt auf der Alten Mainbrücke: „Zu viel Leut, da schieb ich heut“. Die Intention dabei: In Zukunft sollen Radfahrer und Brückenschöppler gleichermaßen aufeinander Rücksicht nehmen, um in freundlichem Miteinander die Brücke nutzen zu können.

Fahrradunfreundlichkeit

Dieser Umstand ist dem Bund Naturschutz und verschiedenen Radverkehrsorganisationen sauer aufgestoßen. Warum sollen nur die Radfahrer aufpassen, sogar absteigen und schieben – auf einem offiziell ausgewiesenen Fahrradweg, der die Alte Mainbrücke nun mal ist? Schiebende Radfahrer würden doppelt so viel Platz brauchen und ein solches Schild würde den Konflikt zwischen Radlern und Schoppenfetzern sogar noch verstärken, heißt es auf Seiten des radelnden Volkes. Der Stadt wird sogar Fahrradunfreundlichkeit vorgeworfen.

Rot-Markierter Radweg

Das Rathaus reagiert nun erneut und will in der nächsten Stadtradssitzung über die Trennung der Alten Mainbrücke in Rad- und Fussgängerweg diskutieren. Das soll den Streit zwischen Fußgängern, Brückenschopplern und Radfahrern beilegen, da sie durch einen rotmarkierten Fahrradstreifen erkennbar getrennt werden.

Bis zu 35 Euro Strafe

Um die Einhaltung von beiden Seiten zu gewährleisten, soll der existierende amtliche Bußgeldkatalog für das Befahren von Gehwegen (bis zu 35 Euro) und das Begehen von Radwegen (bis 10 Euro, bei 1,5 Promille kann auch der Führerscheinentzug drohen) gerade in der Anfangszeit mit erhöhtem Ressourceneinsatz des Ordnungsamts geahndet werden.

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