Würzburg giert nach nackter Haut

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Würzburg erleben

13. Mai 2017

Stripshow. Symbolfoto: Pascal Höfig
Erotik, Messe, Porno, Sex

Stripshow. Symbolfoto: Pascal Höfig

Würzburg ist gierig. Gierig nach nackter Haut. Wie kommt man denn darauf im schönsten, so idyllischen Städtchen Würzburg? Im März fand die Männerstripshow Mantastic SIXX PAXX in der s.Oliver Arena statt. Am Freitag gastierten die Männer der Truppe mit dem illustren Namen Australia’s Thunder from Down Under in Würzburg. Noch bevor dieser Auftritt stattfand wurde bereits der nächste angekündigt. Also vormerken: Auch 2018 wird’s Männerstripshows in Würzburg geben.

Schweiß, Grabscher, Hitze

Wie ist das so? Das ist wie 69-facher Junggesellinnenabschied an der Juliuspromenade kombiniert mit einer Ménage-à-trois zwischen Konzerten der Backstreet Boys, Robbie Williams und Enrique Iglesias. Da wird gekreischt, geschwitzt, gegrabscht und vor allem: Gegiert! Töchter, Mütter und deren Mütter und deren Mütter rasten aus und drehen frei. Da fragt man sich als Betrachter(in) der Zuschauerinnen: Ja gibt’s denn keine Männer in Würzburg? Ist dieser Raum voller Frauen, die in ihrem Leben noch keinen (fast nackten) Mann gesehen haben? Das wäre wohl ein tristes Leben.

Glatte Sexobjekte

Manche Zuschauerinnen sind so jung, dass die Tänzer zur Sicherheit nachhaken: „Und Du bist 18, ja?“ bevor sie besagtes Mädchen auf die Bühne holen. Manche Zuschauerinnen sind so alt, dass man sich denkt: „Möchte ich meine Mama/Oma hier sehen? Sehen wie ihr das Wasser (im Mund) zusammenläuft und sich ihre Pupillen weiten?“ Zu den Tänzern/Strippern/Sexobjekten: Geschmackssache. Eingeölt, muskelbepackt, tiefengebräunt, kein Haar am Körper…irgendwie rutscht man bei so viel Öl glatt ins Klischeedenken: „Hm, Stripper halt.“ Fast. Die Jungs oder Männer tanzen gut. Die können was. Die können sogar ganz romantisch Klavier spielen.

Flutschige Lümmel

Auf der Bühne spielt sich Absurdes ab. Mädchen und Frauen werden immer mal wieder auf die Bühne geholt, können kaum an sich halten vor Durst nach männlichem Fleisch. Da trennt sich die Spreu vom Weizen anhand der Rückenhaltung, wenn sie von hinten angetanzt werden. Da greifen Hände unerlaubt in die knallengen Schlüpper der Tänzer. Sind die vielleicht darum so eingeölt? Um zu verhindern, dass sich besonders Gierige an ihnen festklammern? Flutsch und weg!

Sexismus?

Nebenbei fällt natürlich die niedrige bis nicht vorhandene Männerquote unter den Besuchern auf. Diese scheint von den Veranstaltern gewünscht zu sein. Potenzielle Gäste werden beschrieben als: JunggesellINNENabschiede, HausFRAUEN, Single LADIES, GeburtstagsMÄDCHEN, PrinzeSSINNEn und und und. Dürfen Männer, die gerne strippende Männer anschauen und anfassen, nicht kommen? Das wäre ja sexistisch???

Schön!

Fazit der ganzen Sache: Jede wie sie es mag und jeder wie ihm beliebt. Stripshows gehören nicht verboten oder verpönt. Neben Ausbruch aus einem Alltag mit zu wenig gepflegter Männerhaut eignen sich solche Events offensichtlich auch für die Fremdschäm-Konfrontationstherapie.

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