Ramadan: In Schweinfurts Küchen

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23. Mai 2017

Essen. Foto: Pascal Höfig
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Essen. Foto: Pascal Höfig

Einen ganzen Monat fasten

Um den 26. Mai ist es für Muslime aus aller Welt wieder soweit: Der Fastenmonat Ramadan beginnt und stellt den Alltag der Praktizierenden wie jedes Jahr auf den Kopf. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird weder gegessen noch getrunken, und auf Sex wird ebenso einen ganzen Monat lang verzichtet. Was für Muslime jedes Jahr fest dazugehört, ist für viele Menschen, die mit dem Ramadan nicht vertraut sind, irgendwie unverständlich. Den ganzen Tag nichts essen und trinken – kann denn das gesund sein? Wozu das Ganze? All diese spannenden Hintergrundinformationen findet Ihr in diesem Gastbeitrag.

Wie Muslime den Ramadan privat ausüben, nimmt – zumindest in Deutschland – keinen allzu großen Einfluss auf das öffentliche Leben. Wie sieht es aber in der Gastronomie aus? Wie passen sich zum Beispiel türkische und arabische Restaurants in Schweinfurt an die veränderten Essenszeiten und den Monat voller Verzicht an? Wir haben nachgefragt – und sehr spannende Antworten erhalten.

KAYI (Türkisches Restaurant)

Dieses kleine, aber feine türkischen Restaurant hat erst vor drei Monaten in Schweinfurt eröffnet. Neben den zahllosen Dönerbuden in der Innenstadt sticht der Familienbetrieb durch authentische türkische Gerichte hervor und wird von den Schweinfurtern in höchsten Tönen gelobt. Nun gehört der Ramadan natürlich auch in Deutschland zum Tagesgeschäft eines türkischen Restaurants. Und so will die sympathische Inhaberin des Ladens ihren Gästen während des Fastenmonats etwas ganz Besonderes anbieten: Ein großes Menü zum allabendlichen Fastenbrechen.

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„Das Fastenbrechen nennen wir Iftar. Zum Iftar möchte ich gerne am Wochenende abwechslungsreiche Menüs anbieten, die meine Gäste dann pünktlich zum Sonnenuntergang gemeinsam genießen können“, erzählt sie. Die Gerichte werden sich jeden Tag ändern und traditionelle türkische Ramadan-Speisen beinhalten: Angefangen mit einer Suppe, über eingelegtes Gemüse, Börek, Nudeln und Reis bis hin zu den erstklassigen Süßspeisen Baklava und Künefe. Das KAYI hat tagsüber trotzdem geöffnet – es praktiziert ja nicht jeder Ramadan. Für das leckere Iftar-Menü muss man übrigens im Voraus reservieren. Es lohnt sich allemal!

  • Adresse: Franz-Schubert-Straße 8
  • Öffnungszeiten: Di – Fr 9.30 – 20.30 Uhr, Sa – So 10 – 20.30 Uhr

Aspendos (Türkisches Restaurant)

Auch das Aspendos hat sich für den islamischen Fastenmonat etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Jeweils für die ersten, die mittleren und die letzten 10 Tage des Ramadans wird es hier unterschiedliche, abwechslungsreiche Menüs zum gemeinsamen Fastenbrechen geben. Diese kosten pro Person zwischen 19 und 23 Euro, haben es aber auch in sich: Suppe, üppiger Hauptgang und ein leckeres türkisches Dessert sind im Aspendos-Ramadan Teil des Iftar.

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Gegessen wird natürlich erst, wenn die Sonne untergegangen ist. Ansonsten hat das Restaurant tagsüber wie gewohnt geöffnet und serviert regulär Speisen à la carte. Für das Ramadan-Menü ist übrigens eine Reservierung notwendig!

  • Adresse: Hutrasen 6
  • Öffnungszeiten: Di – Do 15.30 – 23 Uhr, Fr 14 – 0 Uhr, Sa 12 – 0 Uhr, So 12 – 22 Uhr

Intermarkt (Türkischer Supermarkt)

Hier hingegen bleibt während des Fastenmonats alles beim Alten: Der türkische Supermarkt in der Luitpoldstraße hat auch während im Ramadan wie gewohnt von 8 – 20 Uhr geöffnet. Wer also Ramadan feiert, kann sich hier optimal mit Zutaten für das große Fastenbrechen eindecken. Und auch Nicht-Muslime finden hier besondere Zutaten, um ihre kulinarischen Gewohnheiten noch ein bisschen zu erweitern.

  • Adresse: Luitpoldstraße 13
  • Öffnungszeiten: täglich 8 – 20 Uhr

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