Kardinal-Faulhaber-Platz: Das will die Stadt

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Katharina Kraus

24. Mai 2017

So soll der Kardinal-Faulhaber-Platz nach Wünschen der Stadt aussehen. Grafik: Stadt Würzburg
Lageplankonzept_Kardinal-Faulhaber-Platz Mai

So soll der Kardinal-Faulhaber-Platz nach Wünschen der Stadt aussehen. Grafik: Stadt Würzburg

Bürgerentscheid am 2. Juli

Am 2. Juli 2017 dürfen die Würzburger Bürger in einem Bürgerbescheid darüber abstimmen, wie der Kardinal-Faulhaber-Platz gegenüber des Theaters in Zukunft aussehen soll. Das Aktionsbündnis „Grüner Platz am Theater“ fordert eine komplette Begrünung des Platzes, die Stadt möchte eine teilweise Begrünung mit einer Tiefgarage.

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In einem Pressegespräch hat am heutigen Mittwoch, 24. Mai, Oberbürgermeister Christian Schuchardt zusammen mit Projektplaner Peter Wiegand, die Pläne im Detail vorgestellt.

„Innenstadt für alle“

Mit dem Slogan „Grüner Platz – Innenstadt für alle“ möchte die Stadt möglichst viele Bürger dazu bewegen, für den Bürgerentscheid 1 zu stimmen. Der Kardinal-Faulhaber-Platz soll in dieser Variante ein neu gestaltetes Tor zur Würzburger Innenstadt werden, ein vielseitiger und aktiv nutzbarer Platz. Gleichzeitig soll er aber auch ein attraktiver Anfangs- und Schlusspunkt für die neue Fußgängerzone Spiegel-/Eichhornstraße werden.

Nutzbare Wasserfläche

Was heißt das also im Detail? Die Verkehrsführung soll geändert werden und in Zukunft nur noch dreiseitig am Platz vorbei führen, so dass die vergrößerte Fläche quasi direkt an die Fußgängerzone Spiegelstraße andockt. Auf dem Platz soll eine, zwischen 100 und 200 Quadratmetern große, seichte Wasserfläche entstehen. Nutzbar als Spielpunkt für Groß und Klein. Auch die Möglichkeit eines Überbaus, zu beispielsweise einer Bühne, soll es geben, so Peter Wiegand.

Grünes Dach

Auf der Erholungs- und Freizeitfläche, wie der Platz in der Beschreibung des Bürgerentscheid 1 benannt wird, sollen außerdem große Grünflächenanteile entstehen. Etwa acht bis neun Meter hohe Bäume sollen zusammen mit Großbäumen, die den Eingang zur Stadt verdeutlichen sollen, ein grünes Dach bilden. Hierbei tauchen in den Plänen der Stadt die gleiche Anzahl an Bäumen auf, wie auch in den Vorschlägen der Bürgerinitiative, betont OB Schuchardt. Das sei bewusst so gewählt worden.

Auch würde es keine Probleme mit der unter dem Platz geplanten Tiefgarage geben. „Wir haben eine Bodentiefe von 1,20 Meter zur Verfügung, was völlig ausreichend für die gewählten Bäume sein wird. Hier kann man sehr viel Vegetation unterbringen, das funktioniert auch wunderbar über baulicher Infrastruktur“, so Projektplaner Peter Wiegand.

„Zurückhaltendes Gebäude“

Neben der Begrünung ist in den Plänen der Stadt auch ein „zurückhaltendes Gebäude“ auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz vorgesehen. Das Gebäude soll ein dreigeschossiges Eckgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 350 Quadratmetern werden. Im Untergeschoss soll es eine Fahrradgarage, Gastronomie, Toiletten und Kassenautomaten für die Tiefgarage geben, in den Obergeschossen wären zum Beispiel Büroräume denkbar.

Tiefgarage

Unter dem Kardinal-Faulhaber-Platz möchte die Stadt eine etwa 2.000 Quadratmeter große zweigeschossige Tiefgarage bauen. Es sollen ca. 100 bis 120 Stellplätze entstehen, zum Vergleich, im Moment gibt es auf dem Platz – und rund herum – 77 KfZ-Stellplätze. Für OB Schuchardt ist diese Tiefgarage eine „rentable Investition“, voraussichtliche Kosten wurden allerdings noch nicht genannt.

Briefwahlunterlagen

Voraussichtlich werden nach Pfingsten die Wahlbenachrichtigungen versendet, hier werden zum ersten Mal auch direkt die Briefwahlunterlagen dabei sein. Mit dieser neuen Regelung ist Würzburg die erste Großstadt in Deutschland, die da möglich macht.

 

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