Kardinal-Faulhaber-Platz: Städtische Reaktion auf Aktionsbündnis-Flyer

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Katharina Kraus

1. Juni 2017

Der Kardinal-Faulhaber-Platz. Foto: Pascal Höfig
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Der Kardinal-Faulhaber-Platz. Foto: Pascal Höfig

Nur marginale Unterschiede

Das Aktionsbündnis „Grüner Platz am Theater“ hat in einer Pressekonferenz und auf einem Flyer zum Bürgerentscheid Kardinal-Faulhaber-Platz zahlreiche Thesen zur Ökobilanz des Areals vorgelegt und viele komplexe Zusammenhänge angeschnitten. Die Stadt kann die Schlüsse der Bürgerinitiative aus einigen angeführten Messwerten und die Bewertung im Tenor nicht nachvollziehen. Es geht im Moment darum, eine fundierte und objektive Entscheidungsgrundlage für den 2. Juli zur Verfügung zu stellen. Natürlich versuchen aktuell beide Seiten Gemeinsamkeiten und Unterschiede der zur Abstimmung stehenden Varianten aufzuzeigen.

Erstellung eines Gutachtens

„Bezogen auf den Komplex‚ Park, Innenstadtbegrünung und Ökobilanz dürften die Gemeinsamkeiten weit größer sein als die Unterschiede“, sieht Oberbürgermeister Christian Schuchardt die Ausgangslage. „Der Stadtrat hat daher die Erstellung eines Gutachtens in Auftrag gegeben, in dem wichtige klimatische Größen – wie Aufheizung, Durchlüftung und Verschattung – für die einzelnen Varianten auch im Vergleich zum derzeitigen Zustand untersucht werden sollen. Im Umwelt- und Planungsausschuss am 20. Juni wird dieses Gutachten vorgestellt.“, erläutert Dr. Jakob Frommer, Fachbereichsleiter Umwelt- und
Klimaschutz.

Im Gesamtzusammenhang sehen

Wichtig ist aber auch, den Kardinal-Faulhaber-Platz, der in jedem Fall aufgewertet und grüner wird, auch in einen Gesamtzusammenhang zu der bestehenden Grünflächen der Stadt wie Ringpark oder Mainwiesen zu sehen. Angesichts von über 100.000 Bäumen im Stadtgebiet oder einem Grünanteil von rund 18% der Stadtfläche, sollte von einem 3.000 Quadratmeter großen Platz mit 26 Bäumen weder für die Luftqualität noch die Hitzewerte im Sommer ein Befreiungsschlag erwartet werden. Für die sich stellenden Herausforderungen sind stadtweite Konzepte erforderlich, die Gestaltung dieses Platzes ist jedoch Teil davon.

Parksuchverkehr reduzieren

Der Vorschlag „Bürgerentscheid 1“ schafft daher vielfältige Mobilitätsangebote (Carsharing, geschützte Fahrradabstellplätze, Ladestation) sowohl auf, als auch unter dem Platz. Zudem wird dadurch Raum für die Umsetzung solcher Maßnahmen auch abseits des Platzes geschaffen. Die damit einhergehende Zentralisierung vorhandener Parkplätze schafft – gemeinsam mit dem Leitsystem – schließlich die Möglichkeit den überflüssigen aber schädlichen Parksuchverkehr zu reduzieren.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 

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