Hunde greifen Spaziergänger an: Rüde von Polizei erschossen
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Würzburg erleben
3. Juni 2017

Mann mit Hund angegriffen
ASCHAFFENBURG. Zwei entlaufene Hunde haben am Samstagvormittag im Stadtteil Strietwald für Aufsehen gesorgt. Nachdem die beiden einen Hundehalter und seinen Golden Retriever angriffen und verletzt hatten, verständigte dieser die Polizei.
Die Ordnungshüter taten in der Folge alles, um die beiden aggressiven Kangale einzufangen. Letztlich gelang dies aber nur bei einem.
Zwei freilaufenden Kangalen
Gegen 08.45 Uhr meldete sich ein Spaziergänger über Notruf mitten aus dem dortigen Wohngebiet. Er war mit seinem angeleinten Golden Retriever in der Strietwaldstraße unterwegs, als er und sein Vierbeiner von zwei freilaufenden und sich aggressiv verhaltenden Kangalen (Türkische Hirtenhunde) angegriffen wurden.
Der Spaziergänger wurde angesprungen, stürzte und zog sich Schürfwunden zu. Sein Retriever wurde mehrfach gebissen und kam in tierärztliche Behandlung.
Anwohner gebissen
Weiterhin wurde ein 36-jähriger Anwohner der Dorfstraße von dem Kangal-Rüden gebissen, als er die beiden Hunde in seinem Hof erblickte.
Dabei erlitt er eine Bisswunde und Hämatome am rechten Oberschenkel. Der Geschädigte wurde im Klinikum Aschaffenburg behandelt.
Die Aschaffenburger Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an, außerdem kam ein speziell auch für derartige Einsätze ausgebildeter und sachverständiger Diensthundeführer vor Ort.
Mehreren Pfeffersprays nötig
Alle sich anschließenden Bemühungen die Tiere zu beruhigen und einzufangen schlugen zunächst fehl.
Vielmehr griffen die beiden Vierbeiner auch die Beamten an, welche unter Einsatz von mehreren Pfeffersprays die Tiere auf Distanz halten mussten.
Hündin von Diensthundeführer gefangen
Mit Bissschutz ausgestattet gelang es dem Diensthundeführer einen der beiden Hunde, die Hündin, im Bereich der Lohmühlstraße einzufangen und zu bändigen.
Das Tier wird bis auf weiteres im Tierheim untergebracht.
Einsatz der Dienstwaffe
Nachdem der Diensthundeführer von dem zweiten Tier, einen Rüden, ebenfalls mehrfach attackiert wurde und sämtliche Möglichkeiten das Tier einzufangen ausgeschöpft waren und nicht zum Erfolg geführt hatten, mussten die Ordnungshüter als letztes Mittel von der Schusswaffe Gebrauch machen.
Dies war erforderlich und unausweichlich, um Anwohner, weitere Spaziergänger und auch die Einsatzkräfte selbst vor dem Tier zu schützen.
Die Beamten ermitteln nun u.a. wie es zum Entweichen der Tiere kommen konnte. Dabei wird in der kommenden Woche aus das zuständige Ordnungsamt eingeschaltet.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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