Aktionsbündnis kämpft für Bürgerentscheid 2
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Katharina Kraus
9. Juni 2017

Visualisierung des Aktionsbündnisses. Foto: Hr. Schlagbauer
Einmalige Chance
Das Aktionsbündnis Grüner Platz am Theater wird weiter für den Bürgerentscheid 2 kämpfen, denn „nur mit dem Bürgerentscheid 2 gibt es die einmalige Chance auf einen echten Grünen Platz am Theater“, erklärt Jörg Töppner im Namen des gesamten Aktionsbündnisses in einer Pressemitteilung.
Knackpunkt Tiefgarage
Als Knackpunkt sieht Töppner die Tiefgarage in zentraler Lage. „Verkehrspolitisch ist sie hoch problematisch da sie zwangsläufig noch mehr Verkehr ins Zentrum lenkt“, so Töppner weiter „und ökologisch gefährlich“. Die Achse Rennweger Ring, Theaterstraße, Textorstraße und Bahnhofstraße ist eine der belastetsten Zonen im Würzburger Kessel. Mehr Verkehr heißt mehr Schadstoffe, heißt mehr Feinstaub und Stickoxide. „Es geht hier um die Gesundheit der Bürger“, so Töppner, und verweist in diesem Zusammenhang auf die Feinstaubuntersuchung von 2014.
Mit allein über 2.400 Stellplätzen in der näheren Umgebung des Mainfranken Theaters und insgesamt 9.000 öffentlichen Stellplätzen in der Altstadt verfüge Würzburg im Vergleich zu anderen Städten in ähnlicher Größenordnung über genügend Parkplätze. Das Parkraumtarifkonzept von 2014 dokumentiere hier für Würzburg im Städtevergleich einen Spitzenplatz.
Hindernis für grünen Platz
In der geplanten Tiefgarage sieht das Aktionsbündnis zudem ein massives Hindernis für einen Grünen Platz. „Einen echten Park mit überlebensfähigen Bäumen und weitgehender, dauerhafter Begrünung gibt es nur auf einem versickerungsfähigen und zum Grundwasser hin offenen Platz“, so die zweite Sprecherin Christa Grötsch von den Grünen. Sie verweist darauf, dass die Würzburger „Wärmeinsel Innenstadt“ schon jetzt eine fünf Grad höhere Durchschnitts-Temperatur habe.
Dies werde durch den Klimawandel mit noch höheren Temperaturen und zunehmender Wasserarmut wegen jährlich abnehmender Niederschläge verschärft. Auf einem Tiefgaragendeckel werde es keine großen Bäume geben – „außer mit immenser Wasserverschwendung“, sagt Grötsch: „Schon deshalb lehnen wir eine Tiefgarage strikt ab.“
Offener unversiegelter Platz nötig
„Die Bebauung des Platzes trage zusätzlich zur Versiegelung und damit zu weiterer Erwärmung der ohnehin überlasteten Innenstadt bei“, so die dritte Sprecherin Dagmar Dewald von der ÖDP. Dewald: „Wir wollen, dass der Platz seine volle klimatische Wirkung entfalten kann.“ Dies sei nur auf einem offenen, unversiegelten Platz mit einem großen Wurzelraum möglich, damit die neuen Bäume Größen bis über 20 Meter auch tatsächlich erreichen könnten.
Echter Park für Luftverbesserung
„Über 6.500 Würzburger haben mit ihren Unterschriften erklärt über die Zukunft des Kardinal-Faulhaber-Platzes und seine Gestaltung abstimmen zu wollen“, betont Töppner. „So bekommen die Menschen in der Stadt die einmalige Chance über ein Stück Zukunft von Würzburg zu entscheiden“, erklären die drei Sprecher in einer Pressemitteilung. Ein echter Park auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz verbessere die Luft, verschaffe mehr Kühlung und es werde so wieder ein Stück Stadt den Menschen als lebendiger Raum zurück gegeben. „Dafür lohnt es sich zu kämpfen.“ Betont das Aktionsbündnis mit Nachdruck.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Aktionsbündnis „Grüner Platz am Theater“.

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