Sichtbares Zeichen der Glaubensfreude
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Würzburg erleben
9. Juni 2017

Fronleichnamsprozession am 15. Juni. Foto: Kerstin Schmeiser-Weiß (POW)
Fronleichnamsprozession
Tausende Katholiken werden am Fronleichnamsfest am Donnerstag, 15. Juni, Jesus Christus im eucharistischen Brot durch die Straßen der Städte und Dörfer im Bistum Würzburg begleiten. In der Bischofsstadt Würzburg steht die Fronleichnamsprozession in diesem Jahr unter dem Motto „Nahe ist der Herr allen, die ihn rufen“.
Bischof Hofmann
„In der Eucharistie kommt uns Gott so nahe, wie uns kein Mensch kommen kann“, sagt Bischof Hofmann. „Die Fronleichnamsprozession durch die Straßen unserer Gemeinden ist eine Möglichkeit, in aller Öffentlichkeit anderen Menschen die Glaubensfreude und den Grund unserer Hoffnung mitzuteilen.“
Bischof Hofmann feiert am Fronleichnamstag um 8.30 Uhr ein Pontifikalamt im Würzburger Kiliansdom. Der Domchor gestaltet die heilige Messe und die Prozession musikalisch. Es erklingen die „Missa Aeterna Christi munera” von Giovanni Pierluigi da Palestrina, „Tantum ergo“ von Tomas Luis de Victoria und „Exsultate Deo“ von Alessandro Scarlatti. Gegen 10 Uhr beginnt die Prozession durch die Innenstadt Würzburgs.
Prozessionsweg
Der Weg führt vom Dom durch die Schönbornstraße, Juliuspromenade und Theaterstraße zum Stationenaltar im Ehrenhof der Residenz. Dort werden an einem Altar das Evangelium verkündet und die Fürbitten gesprochen. Zum Abschluss der Statio erteilt Bischof Hofmann den eucharistischen Segen mit der Monstranz. Danach zieht die Prozession weiter über die Balthasar-Neumann-Promenade, Neubaustraße, Schönthal- und Plattnerstraße zum Neumünster.
Stichwort: Fronleichnam
Das Fronleichnamsfest geht auf eine Vision der Lütticher Nonne Juliana im Jahr 1209 zurück. Die Ordensfrau hatte dabei die Kirche als Mondscheibe gesehen, bei der ein schwarzer Fleck das Fehlen eines Festes zu Ehren der heiligen Eucharistie anzeigte.
Der Bischof von Lüttich führte 1246 ein solches Fest ein, das unter österlich-freudigen Vorzeichen das Abendmahlgedächtnis vom Gründonnerstag aufgriff. Aus diesem Grund wurde der Termin auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten angesetzt. 1264 ordnete Papst Urban IV., der frühere Archidiakon von Lüttich, den Festtag für die gesamte katholische Kirche an.
Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bischöfliches Ordinariat Würzburg.

