Nach Hilferufen: Polizei tritt Türe ein – wegen eines Fingernagels…
Anzeige
Würzburg erleben
30. Juni 2017

Finger. Symbolfoto: Pascal Höfig
Notruf bei der Einsatzzentrale
SCHWEINFURT. Das passiert auch nicht alle Tage, dass die Polizei eine Tür eintreten muss, wegen eines eingerissenen Fingernagels!
Gegen 20.45 Uhr ging der Notruf eines Passanten bei der Einsatzzentrale ein, wonach er Hilferufe einer Frau aus einer Wohnung in der Roßbrunnstraße wahrnahm.
Laute Rufe aus Wohnung
Beim Eintreffen zweier Polizeifahrzeuge bestätigten mehrere Nachbarn ebenfalls, laute Rufe aus der betreffenden Wohnung gehört zu haben.
Nachdem die Einsatzkräfte einige Minuten versuchten, durch lautes Rufen und Dauerklingeln in die Wohnung zu gelangen, entschied sich „dein Freund und Helfer“ die Wohnungstür gewaltsam zu öffnen.
Keine Reaktion von Innen
Trotz nochmaliger mehrfacher Ankündigung des gewaltsamen Eindringens kamen aus der Wohnung keinerlei Reaktionen und die Tür wurde „eingetreten“.
Eine Notlage für einen Menschen in der Wohnung war unmissverständlich im Bereich des Möglichen gewesen.
Eingerissener Fingernagel
Als die Beamten danach in die Wohnung eindrangen, stand eine 20-Jährige im Gang dahinter und entschuldigte sich sofort, nicht geöffnet zu haben.
Der Grund für ihre Hilfeschreie war auch gleich eruiert: Ein eingerissener, längerer Fingernagel!
Um die Schadensbehebung an der beschädigten Tür kümmerte sich wenig später der Vater ihres Freundes.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

