5 „Was wäre, wenn …“-Gedanken über Schweinfurt

Anzeige

Würzburg erleben

7. Juli 2017

Die Schweinfurter Innenstadt. Foto: SWity
SWity_Innenstadt.jpg

Die Schweinfurter Innenstadt. Foto: SWity

Motzen kann jeder

Die Baustellen nerven, es gibt zu wenig Parkplätze, in der Innenstadt ist nichts los und überhaupt gibt es hier kaum Möglichkeiten für Partypeople, die Nacht zum Tag zu machen und zu tanzen, was das Zeug hält. Jaja, die Kritik unter den Beiträgen kann sich schon manchmal häufen und macht den Eindruck, dass Schweinfurt so gar nicht liebenswert ist.

Umdenken

Doch anstatt immer zu meckern und alle auf den neuesten Stand zu bringen, was jetzt schon wieder nicht passt, könnte man sich auch mal andere Gedanken machen. Denn mal ehrlich: Sich dauernd über Dinge aufzuregen, die man größtenteils eh nicht ändern kann, macht nur schlechte Laune und ändert auch nicht viel an der Tatsache, dass die Dinge nun mal sind, wie sie eben sind. Stattdessen könnten diese „Probleme“ auch dazu einladen, mal darüber nachzudenken, was eigentlich wäre, wenn …

„Was wäre, wenn Schweinfurt komplett baustellenfrei wäre?“

Das Baustellenproblem in Schweinfurt ist allgegenwärtig und nicht weg zu denken. Werden die einen Bauarbeiten endlich mal abgeschlossen, stößt man sofort wieder auf zwei neue Stellen, an denen gegraben und gebuddelt wird. Doch was wäre eigentlich, wenn unsere Stadt komplett frei von den nervigen Bauarbeiten ist? Man würde binnen Minuten sein Ziel erreichen, würde keine 100 Nerven durch Einbahnstraßen verlieren und könnte gut gelaunt zu den Songs im Radio singen. Das wäre ein Leben, oder? Allerdings hätte man dann kaputte, alte Straßen und würde lauthals nach Sanierungen und Erneuerungen schreien. Auch nicht gut, oder?

„Was wäre, wenn die Innenstadt sich nicht mehr vor Geschäften retten könnte?“

In der Innenstadt herrscht seit geraumer Zeit eine Leerstandsproblematik, das ist allseits bekannt. Seit Anfang diesen Jahres versucht sich eine City-Managerin daran, u.a. diesem Problem Herr zu werden. Aber was wäre, wenn sich tatsächlich etwas ändert und die Schweinfurter Innenstadt wieder prall mit coolen Läden gefüllt wäre? Shoppen bis der Arzt kommt, Nachmittage in Cafés – das klingt toll! Damit einhergehend würde natürlich richtig Trubel in die Stadt kommen, was dem ein oder anderen sicher auch nicht passt, dennoch ist dies eine schöne Vorstellung.

„Was wäre, wenn Schweinfurt keine Dönerläden oder Handygeschäfte hätte?“

Fragt man die Schweinfurter, welche Läden es in unserer Stadt genug gibt und man nicht noch einen weiteren bräuchte, dauert es nicht lange, bis in den Kommentaren das Wort „Döner“ oder „Handyladen“ auftaucht. Gefühlt an jeder Ecke kann man sich hier einen Döner „reinziehen“ und ein neues Telefon oder eine Brille kaufen.

Doch was wäre, wenn genau der andere Fall eintreten würde und man in Schweinfurt auf keinen einzigen Döner- oder Handyladen treffen würde? Das führt sicher beim ein oder anderen zu Komplikationen! Klar, wir könnten zum Handykauf oder Döneressen in eine andere Stadt gehen, aber man soll dem Schweinfurter doch nicht sein liebstes Fast Food nehmen, oder? Das Gemotze wäre sicher noch größer, wenn die Dönerläden verschwinden, im Vergleich zum Genörgel über die zu vielen Imbisse.

„Was wäre, wenn am Roßmarkt niemand rumhängen würde?“

Das Gemotze über Angetrunkene, die am Roßmarkt rumhängen ist groß. Aber was wäre, wenn man es schaffen würde den Platz freizuhalten? Ganz klar: Die Leute würden halt woanders rumhängen. Das Problem gibt es wohl in jeder Stadt, irgendwo entwickelt sich ein Treffpunkt für bestimmte Gruppen oder Jugendliche, auf denen sie abhängen – auch wenn das von den meisten nicht gern gesehen wird und auch ein Unbehagen damit verbunden ist. Aber wäre es besser, wenn die Gutermann-Promenade oder der Platz vor der Kunsthalle neuer Treffpunkt ist? Wahrscheinlich nicht.

„Was wäre, wenn Schweinfurt keine Kunst hätte?“

Trotz der Kunsthalle, des Georg-Schäfer-Museums und des Titels „Kunststadt“ sehen die Schweinfurter ihr Städtchen irgendwie nicht als solches an. „Schweinfurt war […] eine Kugellager und Arbeiterstadt. Kunststadt wurde uns aufgezwungen. Mir als Schweinfurterin gefällt das gar nicht“, kommentiert zum Beispiel Facebook-Userin Erika unter einem Posting. Aber ob man den Namen Kunststadt nun gut heißt oder nicht, so ganz ohne Kunst in der Stadt ist es doch auch nichts. Schließlich möchte man doch auch nicht sagen müssen, die einzige Kunst und Kultur die es in Schweinfurt gibt, ist das Kugellager vor dem leeren Theater oder die Scheiben-Skulptur an der Gutermann-Promenade.

More Ideas

Auch wenn dieser Artikel mit einem kleinen Augenzwinkern zu sehen ist, sollte man ab und zu vielleicht mal umdenken, um zu bemerken, dass es einem gar nicht so schlecht geht. Fallen Dir noch weitere „Was wäre, wenn …“-Sprüche über Schweinfurt ein? Dann kommentiere deine Ideen unter den Beitrag!

SW Kalender 2017

Anzeige

Schweinfurt, was geht?

Parties, Konzerte, Festivals und jede Menge andere coole Events in und um Schweinfurt, findet man ab jetzt auf „Schweinfurt, was geht?“, unserer neuen Event-Plattform. Außerdem halten wir Schweinfurt-Fans auf der dazugehörigen Facebook-Seite „Schweinfurt, was geht?“ über die besten Veranstaltungen auf dem Laufenden. Jetzt liken und informiert bleiben!

Banner2
Topmobile2