5 „Was wäre, wenn …“- Gedanken über Würzburg

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Würzburg erleben

1. August 2017

Die Alte Mainbrücke in Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Alteainbruecke

Die Alte Mainbrücke in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Motzen kann jeder

Die Baustellen nerven, es gibt zu wenig Parkplätze und die Partypeople Würzburgs machen viel zu viel Lärm. Jaja, die Kritik unter den Beiträgen kann sich schon manchmal häufen und macht den Eindruck, dass Würzburg so gar nicht liebenswert ist.

Umdenken

Doch anstatt immer zu meckern und alle auf den neuesten Stand zu bringen, was jetzt schon wieder nicht passt, könnte man sich auch mal andere Gedanken machen. Denn mal ehrlich: Sich dauernd über Dinge aufzuregen, die man größtenteils eh nicht ändern kann, macht nur schlechte Laune und ändert auch nicht viel an der Tatsache, dass die Dinge nun mal sind, wie sie eben sind. Stattdessen könnten diese „Probleme“ auch dazu einladen, mal darüber nachzudenken, was eigentlich wäre, wenn …

„Was wäre, wenn Würzburg komplett baustellenfrei wäre?“

Das Baustellenproblem in Würzburg ist allgegenwärtig und nicht wegzudenken. Werden die einen Bauarbeiten endlich mal abgeschlossen, stößt man sofort wieder auf zwei neue Stellen, an denen gegraben und gebuddelt wird. Doch was wäre eigentlich, wenn unsere Stadt komplett frei von den nervigen Bauarbeiten ist? Man würde binnen Minuten sein Ziel erreichen, würde keine 100 Nerven durch Einbahnstraßen verlieren und könnte gut gelaunt zu den Songs im Radio singen. Das wäre ein Leben, oder? Allerdings hätte man dann kaputte, alte Straßen und würde lauthals nach Sanierungen und Erneuerungen schreien. Auch nicht gut, oder?

„Was wäre, wenn es in Würzburg genug Parkplätze gäbe?“

Die Beschwerden über fehlende und überteuerte Parkplätze in Würzburg gehören einfach zu alltäglichen Unterhaltungen dazu. Es gibt wohl kaum einen Würzburger, der Besitzer eines Autos ist und sich noch nie über die Parkplatzsituation Würzburgs ausgelassen hat.

Allerdings gibt es dieses Problem nicht nur in Würzburg, doch das wollen wir Würzburger oft einfach nicht wahr haben. Hätten wir allerdings tatsächlich ausreichend viele Parkplätze für jeden Autobesitzer rund um Würzburg, stünden wahrscheinlich schon direkt die nächsten Beschwerden vor der Tür: Wir haben viel zu wenig Grünflächen! Wozu haben wir überhaupt öffentliche Verkehrsmittel, wenn sowieso jeder mit seinem eigenen Auto die Umwelt verschmutzt? Irgendwas finden wir doch immer!

„Was wäre, wenn Würzburg keine Nagelstudios, Optiker oder Handygeschäfte hätte?“

Fragt man die Würzburger, welche Läden es in unserer Stadt zur Genüge gibt und man nicht noch einen weiteren bräuchte, dauert es nicht lange, bis in den Kommentaren das Wort „Optiker“ oder „Handyladen“ auftaucht. Gefühlt an jeder Ecke kann man sich hier maniküren lassen und ein neues Telefon oder eine Brille kaufen.

Doch was wäre, wenn genau der andere Fall eintreten würde und man in Würzburg auf keinen einzigen Optiker oder Handyladen treffen würde? Das führt sicher beim ein oder anderen zu Komplikationen! Klar, wir könnten zum Handykauf oder Nasenfahrradkauf in eine andere Stadt gehen, aber man soll dem Würzburger doch nicht seine Sicht und Allzeiterreichbarkeit nehmen, oder? Das Gemotze wäre sicher noch größer, wenn die Nagelstudios, Optiker und Handyläden verschwinden würden.

„Was wäre, wenn es keinen Brückenschoppen mehr gäbe?“

Das Gemotze über Angetrunkene, die auf der Alten Mainbrücke rumhängen und den Weg versperren, ist groß. Aber was wäre, wenn man es schaffen würde, die Brücke freizuhalten? Ganz klar: Die Leute würden sich eben woanders aufhalten. Außerdem bräuchte die Würzburger Tourismusbranche dann einen anderen Platz, an dem sich die trinkwilligen Touris die guten fränkischen Tropfen schmecken lassen könnten.

Das Problem gibt es wohl in jeder Stadt, irgendwo entwickelt sich ein Treffpunkt für bestimmte Gruppen oder Jugendliche, auf denen sie abhängen – auch wenn das von den meisten nicht gern gesehen wird und auch ein Unbehagen damit verbunden ist. Aber sind wir doch mal ganz ehrlich, selbst wir Würzburger genießen am liebsten einen Schoppen mit dem wunderschönen Ausblick von der Alten Mainbrücke, das ist einfach ein großes Stück Heimat!

„Was wäre, wenn Würzburg keine Kirchen hätte?“

Wirft man von der Festung aus einen Blick auf unsere wunderschöne Domstadt, so ist ein Merkmal besonders auffällig: Die zahlreichen Kirchtürme, die das Würzburger Stadtbild prägen. Zwar kann an einem Sonntagmorgen das Glockenläuten einen schonmal aus dem wohlverdienten Schlaf reißen, doch wäre unsere Stadt einfach nicht mehr die selbe ohne die zahlreichen und verschiedensten Kirchen. Die Schönheit und Vielfalt Würzburgs hängt maßgeblich von den Gotteshäusern ab und daher sind diese einfach nicht weg zu denken.

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Auch wenn dieser Artikel mit einem kleinen Augenzwinkern zu sehen ist, sollte man ab und zu vielleicht mal umdenken, um zu bemerken, dass es einem gar nicht so schlecht geht. Fallen Dir noch weitere „Was wäre, wenn …“-Sprüche über Würzburg ein? Dann kommentiere deine Ideen unter den Beitrag!

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