Polizeibeamte verhindern Suizid

Anzeige

Würzburg erleben

13. August 2017

Symbolfoto: Pascal Höfig
Selbstmord_suizid_Symbol.jpg

Symbolfoto: Pascal Höfig

Schnell gehandelt

SCHWEINFURT. Polizeibeamte sind immer wieder gefordert schnell zu handeln, um in gefährlichen Situationen Menschleben zu retten. Vor diese Aufgabe wurden zwei junge Kollegen am Freitagnachmittag in Schweinfurt gestellt.

Eine Frau hatte die Polizei zu Hilfe gerufen, weil ein Freund ihr gegenüber mehrfach seinen Suizid angekündigt hatte. Der junge Mann litt unter Depressionen und hatte sich bereits im Badezimmer eingeschlossen. Als die Streifenbesatzung eintraf, öffnete der 22-Jährige auf Aufforderung die Badezimmertüre einen kleinen Spalt.

Beherzt zugegriffen

Trotz des äußerst schmalen Blickfeldes konnten die Beamten die dramatische Situation erkennen: Die Badewanne war mit Wasser gefüllt, ein am Stromnetz angeschlossener Fön lag griffbereit auf dem Waschbecken und der junge Mann stand bereits mit einem Bein in der Badewanne. Der Polizist drückte sofort die Türe auf, ergriff den Fön und zog den Stecker heraus.

In Krankenhaus gebracht

Da sich der Suizident gegen die Wegnahme des Föns wehrte, musste dieser anschließende gefesselt werden. So konnte durch die schnelle Reaktion der beherzten beiden Beamten verhindert werden, dass der 22jährige sein Vorhaben in die Tat umsetzen konnte. Zur ärztlichen Behandlung wurde der Suizident in ein Krankenhaus verbracht.

Hinweis

Wir wollen keinen Anreiz für Nachahmung geben. Sollte man selbst depressiv sein oder Selbstmord-Gedanken haben, sollte man sich bitte umgehend an die Telefonseelsorge wenden. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhält man Hilfe und Unterstützung von geschulten Beratern, die Auswege aus schwerwiegenden Lebenssituationen aufzeigen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

Banner2
Topmobile2