Traditioneller Brauch: Kreuzbergwallfahrt

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Katharina Kraus

24. August 2017

Die Kreuzbergwallfahrer bei ihrer Ankunft in der Semmelstraße. Foto: Melissa Schnabel
Wallfahrt

Die Kreuzbergwallfahrer bei ihrer Ankunft in der Semmelstraße. Foto: Melissa Schnabel

Berg der Franken

Der Kreuzberg in der Rhön ist bekanntlich der „Heilige Berg der Franken“. Genau zu diesem führen jährlich zahlreiche Wallfahrten aus der Region Mainfranken und der Rhön. Die Größte wird schon seit 370 Jahren von der Kreuzbruderschaft Würzburg durchgeführt.

Bis zu 600 Wallfahrer

Jährlich in der dritten Augustwoche versammeln sich zwischen 500 und 600 Menschen, die den über 170 Kilometer langen Fußmarsch auf sich nehmen wollen. Ziel ist das Franziskanerkloster auf dem fast 930 Meter hohen Kreuzberg. Los geht es immer am 20. August ganz früh gegen 5 Uhr. Mit täglichen Etappen von bis zu 60 Kilometern pilgern die Wallfahrer fünf Tage lang zum Kreuzberg und zurück nach Würzburg.

Warten auf die Wallfahrer! Zur Begrüßung gibt es Blumen! Foto: Melissa Schnabel

Warten auf die Wallfahrer! Zur Begrüßung gibt es Blumen! Foto: Melissa Schnabel

Traditionelle Zwiebelkirchweih

Nach fünf Tagen Wallfahrt – und wahrscheinlich mehreren Blasen an den Füßen aber mit vielen tollen Erinnerungen und Erlebnissen – erreicht die Gruppe schließlich jedes Jahr am 24. August wieder die Heimat. Traditionell werden die Wallfahrer von Familienangehörigen, Freunden und Schaulustigen am Nachmittag in der Semmelstraße empfangen. Dort wird deshalb schon seit über 350 Jahren die Zwiebelkirchweih gefeiert. Die Angehörigen überreichen traditionell Blumensträußchen, als Stärkung gibt es Zwiebelkuchen. Nach dem Empfang geht es dann zum abschließenden Gebet in den Neumünster.

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