Reise durch die Geschichte des Gut Wöllried
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Würzburg erleben
21. September 2017

Umfangreiche Sanierungsarbeiten am Gut Wöllried. Foto: Gut Wöllried
Vom Gutshof zur Eventlocation
Dieses Wochenende, dem 23. und 24. September eröffnet das Gut Wöllried seine Tore für Neugierige und Interessierte.
Direkt zwischen Rottendorf und Würzburg, an der alten B8, liegt der Gutshof und war lange Zeit ungenutzt. Dies änderte sich jedoch in diesem Jahr, denn mittlerweile hat sich das Gut Wöllried in eine moderne Eventlocation verwandelt. Perfekt für Hochzeiten, Geburtstage oder auch Kulturveranstaltungen. Denn die Mischung aus dem traditionellen Gemäuer und Moderne, verleiht dem Gutshof seinen einzigartigen Charme.
Wie sieht es jedoch mit der Chronik des Gut Wöllried aus? Was war vor der heutigen Eventlocation und welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Gutshof?

Das Gut Wöllried erstrahl nun in neuen Farben. Foto: Gut Wöllried
Die Anfänge
Im Jahr 1230 wurde das Gut Wöllried erstmalig urkundlich erwähnt. Damals in einer Urkunde von Füstbischof Hermann I. von Lobdeburg. Ritter Hartmann stellte zu dieser Zeit Ansprüche auf den Gutshof, welche der Fürstbischof im verwehrte.
Mehr als 30. Jahre später, im Jahr 1252 fungierte der Gutshof als Leprossen- oder Siechenhaus. In diesen Einrichtungen wurden zur damaligen Zeit, Leprakranke von der Bevölkerung isoliert um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
Darauf folge im Jahr 1340 die Übergabe des Wöllrieder Hofes. Die Stadt Würzburg sicherte hierbei dem Bürgerspital den Gutshof auf ewig zu.
Besitzerwechsel
Ab 1384 wechselten durch den Kauf von Rechten, mehrmals die Besitzer des Gutshofes. So pachtete Professor Philipp Adam Ulrich im Jahr 1739 das Gut Wöllried und baute es zu dem damals führenden landwirtschaftlichen Mustergut aus. In dieser Zeit revolutionierte er auch die altertümlichen Agrarsysteme von Kartoffeln und Klee und versuchte somit die Lage der verarmten Bauern zu verbessern.
Anfang des 19. Jahrhunderts erwarb der wohlhabende Bankier und Finanzier Jakob von Hirsch das Gut Wöllried. Dieser hatte damals die erste Zuckerfabrik Deutschlands in Rottendorf erbaut. Nach dessen Tod im Jahr 1841 ging der Gutshof in den Besitz seiner Söhne über.
Verheerender Brand
Zu den dunklen Stunden des Gutshauses zählt definitiv der große Brand in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 1935. In dieser Nacht brach ein Feuer aus, welches sich über den gesamten Hof ausweitete. Hierbei wurden einige Gebäude beschädigt.
Familie Roth
Nach dem großen Unglück, kaufte im Jahr 1979 die Stadt Würzburg das Gut Wöllried auf und es entstand das Gewerbegebiet Wöllrieder Hof bzw. Würzburg Ost.
Daraufhin erwarben Josefine und Roman Roth im Jahr 1986 Ackerflächen von 6 ha und zwei Feldscheunen. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben, denn die Familie erwarb in den kommenden Jahren weitere Teile und Ackerflächen des Gutes bis im Jahr 2014 die Familie den kompletten Hof aufkaufte und grundsanierte.

Vom Gutshof zur Eventlocation – Das Gut Wöllried. Foto: Gut Wöllried
Heute
Die Sanierungsarbeiten haben in diesem Jahr ein vorläufiges Ende gefunden, da bisher die Hälfte des Gutshofes saniert worden ist, der restliche Großteil wird voraussichtlich bis 2021 fertig gestellt. Dennoch erstrahl der alte Gutshof jetzt schon in einem ganz neuen Licht. Aus dem Gut Wöllried ist nun eine Eventlocation geworden, welche das traditionsreiche und historische Gemäuer mit heller und moderner Inneneinrichtung verbindet. Somit der Perfekte Ort für Geschäftliche Events aber auch für private Feiern jeglicher Art.

Der Festsaal des Gut Wöllried. Foto: Gut Wöllried
Großes Eröffnungswochenende
Wessen Interesse nun geweckt wurde und wer gerne den historischen Charme des Gut Wöllried erleben möchte, der sollte sich das Wochenende vom 23. und 24. September im Kalender markieren. Den der alte Gutshof öffnet seine Tore und lädt alle Interessierten auf eine Entdeckungsreise durch den Wöllrieder Hof ein. An diesen Tagen werden die Gäste des Eröffnungsfestes mit einem umfangreichen und spaßigen Rahmenprogramm, bestens Unterhalten.

