Unfall mit sieben Fahrzeugen auf der A 3

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Würzburg erleben

21. September 2017

Der Fahrer des Muldenkippers erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Foto: Benedict Rottmann
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Der Fahrer des Muldenkippers erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Foto: Benedict Rottmann

Drei verletzte Personen

MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem insgesamt sieben Fahrzeuge beteiligt waren, ist es am Donnerstagmorgen gekommen. Ein Lkw-Fahrer zog sich schwere Verletzungen zu und musste in eine Klinik gebracht werden. Die A 3 muss noch bis zum Nachmittag (Stand 14.00 Uhr) gesperrt bleiben.

Gegen 08.25 Uhr hatte ein 53-Jähriger die BAB 3 in Fahrtrichtung Würzburg mit seinem roten Muldenkipper befahren. Der Sattelzug war mit mehreren Tonnen Bauschutt beladen.

Der Sattelzug war mit mehreren Tonnen Bauschutt beladen. Foto: Benedict Rottmann

Ursache noch unklar

Aus bislang noch unbekannter Ursache touchierte der Mann offenbar zunächst einen Pkw und anschließend das Heck eines Kleinbusses des Vermessungsamtes, der für Messungsarbeiten im dortigen Bereich mit zwei Personen besetzt stand. Durch den Anstoß wurden die beiden Fahrzeuginsassen leicht verletzt und der Bus über die Fahrbahn geschleudert.

Ein zweiter Lkw, der Palletten geladen hatte, wich dem Bus des Vermessungsamtes aus und kam durch das Fahrmanöver des 43-jährigen Lenkers selbst ins Schleudern. Der Lkw Volvo verlor dadurch einige Paletten von seiner Ladefläche.

Währenddessen fuhr ein dritter Lkw, der mit Möbelteilen beladen war, an der Anschlussstelle Marktheidenfeld auf die Autobahn auf. Der Muldenkipper prallte in den MAN-Laster, so dass durch den Anstoß auch die Ladung dieses Fahrzeugs auf der Fahrbahn verstreut wurde.

Der Muldenkipper fuhr auf einige Paletten und die Mittelleitplanke auf, hob ab und kam noch auf seiner Fahrbahn auf Höhe des Endes der Einfädelspur auf der rechten Fahrzeugseite zum Liegen. Foto: Benedict Rottmann

Unfall auf der A3. Foto: Benedict Rottmann

Der Muldenkipper fuhr auf einige Paletten und die Mittelleitplanke auf, hob ab und kam noch auf seiner Fahrbahn auf Höhe des Endes der Einfädelspur auf der rechten Fahrzeugseite zum Liegen.

Die im Baustellenbereich flexibel aufgebaute Mittelleitplanke wurde dabei um einige Meter in Richtung Gegenfahrbahn verschoben.

Ein auf der Gegenfahrspur vorbeifahrender Lkw wurde durch herumfliegende Ladung getroffen und auch ein dort fahrender Pkw bekam Splitter ab. Beide Fahrzeuge wurden dadurch beschädigt.

Die Ladung verteilte sich über der A3. Foto: Benedict Rottmann

Schwere Verletzungen

Der Fahrer des Muldenkippers erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen und wurde zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Als mögliche Unfallursache kommen medizinische Probleme des Fahrers in Betracht. Auch die zwei Insassen des Fahrzeugs des Vermessungsamtes brachte der Rettungsdienst mit leichten Verletzungen in Kliniken.

Der Sachschaden kann zur Stunde noch nicht genau beziffert werden, wird aber sicherlich im mittleren sechsstelligen Bereich liegen.

Aufwändige Bergung

Die drei Laster hatten allesamt einen Teil ihrer Ladung verloren und dieser hatte sich großflächig über die Fahrbahn und den Bereich neben den Fahrspuren verteilt. Die Reinigung der Autobahn sowie die Bergung der verunfallten Fahrzeuge gestaltet sich schwierig und zeitaufwändig.

A3 aktuell in Richtung Frankfurt gesperrt

Bis die Mittelleitplanke wieder in Form gebracht und die Fahrbahn komplett gereinigt ist, muss die Fahrbahn in Richtung Würzburg weiterhin gesperrt bleiben. In Richtung Frankfurt wird der Verkehr mittlerweile einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Markheidenfeld, Altfeld und Waldaschaff unterstützen die Verkehrspolizisten aus Aschaffenburg-Hösbach tatkräftig bei den Umleitungsmaßnahmen und auch der Fahrbahnreinigung. Auch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried waren mit vor Ort und in die Maßnahmen eingebunden.

19 Fahrzeugführer, die im Gegenverkehr mit ihrem Mobiltelefon Filmaufnahmen machten wurden festgestellt. Foto: B.Rottmann

19 Fahrzeugführer, die im Gegenverkehr mit ihrem Mobiltelefon Filmaufnahmen machten wurden festgestellt. Foto: B.Rottmann

19 Gaffer festgestellt

So konnten unter anderem auch 19 Fahrzeugführer, die im Gegenverkehr mit ihrem Mobiltelefon Filmaufnahmen von der Unfallstelle machten und dadurch den Rückstau noch verstärkten, festgestellt werden. Elf Personen aus dem Ausland mussten sofort eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Acht Fahrzeugführer aus Deutschland müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Hier der Bericht.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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