Wahlergebnis: Dr. Anja Weisgerber (CSU) zieht erneut in den Bundestag ein
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24. September 2017

Portrait Anja Weisgerber. Foto: Henning Schacht
Wahl zum 19. Bundestag
Rund 79 % der wahlberechtigten Schweinfurter und Schweinfurterinnen gaben heute ihre Stimme bei der Wahl zum 19. Bundestag ab. In Schweinfurter befanden sich neun Direktkandidaten auf der Liste. Zahlreiche Wahlhelfer zählen seit Wahlende nun die Stimmzettel aus und sind zu einem Ergebnis gekommen: Mit 47.9 Prozent der Stimmen hat es Anja Weisgerber, CSU, erneut in den deutschen Bundestag geschafft und vertritt den Wahlkreis Schweinfurt für die nächsten vier Jahre in Berlin.
Stimmverteilung bei den Direktkandidaten
Nach Auszählung der gültigen Stimmen kommen die Wahlhelfer in Schweinfurt zu folgendem Ergebnis:
- Dr. Anja Weisgerber, CSU: 47,9 %
- Markus Hümpfer, SPD: 17,08 %
- Christian Klingen, AfD: 11,15 %
- Klaus Ernst, Die Linke: 7,84 %
- Barbara Pfeuffer, Die Grünen: 7,43 %
- Andreas Sulzbacher, FDP: 6,16 %
- Karolin Hildner, ÖDP: 1,28 %
- Michael Herbert, Bayernpartei: 0,99 %
- Manfred Johannes Setter, MLPD: 0,17 %
Nachdem alle Stimmen ausgezählt wurden, gibt die Stadt Schweinfurt zur Wahlbeteiligung folgende Auskünfte:
- Wahlbeteiligung: 78,67 %
- Wahlberechtigte: 198.521
- Wähler: 156.173
- Ungültige Erststimmen: 1.903
- Gültige Erststimmen: 154.270
- Ungültige Zweitstimmen: 1.233
- Gültige Zweitstimmen: 154.940
Verteilung der Zweitstimmen
- CSU: 41,10 %
- SPD: 16,89 %
- AfD: 12,20 %
- FDP: 8,90 %
- Grüne: 7,56 %
- Die Linke: 6,73 %
- Freie Wähler: 2,38 %
- Tierschutzpartei: 0,99 %
- Die Partei: 0,65 %
- ÖDP: 0,57 %
- BP: 0,42 %
Größter Stimmenverlust für die CSU
Vergleicht man die Ergebnisse der diesjährigen Bundestagswahl mit der letzten, sind die Ergebnisse vor allem für die CSU im Wahlkreis Schweinfurt ernüchternd. So verlor die CSU insgesamt knapp 10 % der Stimmen. Der Stimmenverlust der SPD beträgt fast 4 %. Der Stimmenverlust der großen Partei kommt gleichzeitig einer ganz bestimmten Partei zu Gute. Waren es bei der Bundestagswahl 2013 lediglich 3,33% der Schweinfurter Zweitstimmen, die an die AfD gingen, so sind es dieses Jahr 8,87 % mehr.
Welche Koalition wird Merkel schmieden?
Welche Partei(en) für die nächsten vier Jahre an der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel regieren werden dürfte spannend werden, da die SPD bereits angekündigt hat in die Opposition zu wechseln. So bleibt für Angela Merkel eigentlich nur eine so genannte Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen. Eine fortlaufend aktualisierte Hochrechnung zum Ausgang der Bundestagswahl gibt’s unter folgendem Link.
Erst- und Zweitstimme
Bei der Bundestagswahl hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen. Mit der Erststimme, die durch das Kreuz auf der linken Seite des Stimmzettels abgegeben wird, kann der Wähler einen Kandidaten auswählen, der den Wahlkreis Schweinfurt im Bundestag vertreten soll. Der Bewerber mit den meisten Stimmen bekommt den Sitz im Parlament, eine einfache Mehrheit ist hier ausreichend. Die Zweitstimme ist die Stimme für eine Partei. Sie regelt die Sitzverteilung im Bundestag, das heißt in welcher Stärke eine Partei dort vertreten ist. Haben die Gewinner der Erststimme ihren Platz erhalten, werden die übrigen Plätze, die einer Partei zustehen, mit den Listenkandidaten in entsprechender Reihenfolge aufgefüllt.

