Gift in Babynahrung: Erster Verdächtiger festgenommen
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Würzburg erleben
30. September 2017

Festnahme eines Tatverdächtigen. Symbolfoto: Pascal Höfig
Hinweise aus Bevölkerung
KONSTANZ. Im Zusammenhang mit einer bundesweiten Erpressung verschiedener Handelskonzerne überprüft die Sonderkommission derzeit einen Verdächtigen, auf den die Ermittler durch Hinweise aus der Bevölkerung aufmerksam geworden sind. Der Mann wird aktuell vernommen.
Da bei der Vielzahl von den eingegangenen Hinweisen auf bestimmte Personen umfangreiche Überprüfungen noch im Gange sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, ob es sich bei der Person im Landkreis Tübingen tatsächlich um einen möglichen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Erpressungsfall handelt. Rund 1000 E-Mails und 200 Anrufe zu der Erpressung gingen bei der Polizei ein. 200 Hinweise bezogen sich auf den Täter.
Fahndung per Lichtbild
Hintergrund: Ein unbekannter Täter hatte in einem Schreiben an unterschiedliche Adressaten einschließlich der Polizei angedroht, bei Nichterfüllung seiner Geldforderung in Lebensmittel- und Drogeriemärkten im In- und Ausland nicht näher benannte Produkte zu deponieren, die mit einer unter Umständen tödlich wirkenden giftigen Substanz in flüssiger oder fester Form kontaminiert sind.

Dieser Unbekannte ist dringend verdächtig, zumindest daran beteiligt zu sein. Foto: Polizei Konstanz
Drohung ernst
Die Ermittlungsbehörden und die amtliche Lebensmittelüberwachung nehmen diese Drohung sehr ernst, zumal der Täter bereits vergangene Woche in verschiedenen Friedrichshafener Einkaufsmärkten mehrere vergiftete Lebensmittelprodukte in Gläschen in Verkaufsregalen platziert hatte, wo sie aber nach seinem Hinweis von Angestellten und der Polizei aufgefunden werden konnten.
Im Friedrichshafen wurden fünf mit Ethylenglykol vergiftete Gläser Babynahrung gefunden. Mit Fotos aus der Überwachungskamera, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, fahnden die Ermittler nach dem einen dringend Tatverdächtigen.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung auf einer gmeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Konstanz

