Neue Verbindungsstraße zwischen IKEA und B19
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Katharina Kraus
4. Oktober 2017

Stadtbaurat Christian Baumgart (m.), Tiefbau-Chef Jörg Roth (re.) und Bauingenieur Edwin Popp (li., Fachabteilung Tiefbau, Straßenbau. Foto: Claudia Lother
Entlastung der B19
Zur Entlastung der B19 bei Estenfeld baut die Stadt Würzburg eine neue Gemeindeverbindungsstraße vom Kreisverkehr IKEA bis zur Kreisstraße WÜ 8. Die neue Strecke wird nordöstlich entlang des Gewerbegebiets Mainfrankenhöhe in Richtung Knotenpunkt WÜ8/B19 geführt. Dieser wird ebenfalls zu einem Kreisverkehr umgebaut. Die Strecke wird für einen nördlichen Zugang zur Mainfrankenhöhe sorgen und ein neues Gewerbegebiet nördlich von IKEA auf einer Fläche von etwa 4,6 Hektar erschließen.
Korridor zum Hamsterschutz
Der Schwung der neuen Straße ist dem vom Aussterben bedrohten Feldhamster und seinem Lebensraum geschuldet. Gesehen wurde der Bewohner tief verzweigter Erdbauwerke eher selten. Und doch besteht ein eindeutig nachgewiesener Lebensraum des Feldhamsters auf der Fläche zwischen dem Siedlungsrand Versbach, der B19 und IKEA. Im Rahmen der Baumaßnahme wurde daher zwischen den Höfen an der Estenfelder Straße und der Mainfrankenhöhe ein 75 m breiter Korridor geschaffen mit durchgehendem Hamsterzaun. Dieser grenzt den Lebensbereich der Nager von der Straße ab und soll das Überleben der Tiere mit ihren Wanderungsbewegungen in Versbach sicherstellen.
Schmutzwasserkanal & Co.
Davon abgegrenzt stellt der Entwässerungsbetrieb im Zug des Neubaus der Gemeindeverbindungsstraße einen Schmutzwasserkanal für das angrenzende Gewerbegebiet her, die Mainfrankennetze GmbH verlegt Strom-, Fernmeldekabel, Gas- und Wasserleitungen, die Telekom Fernmeldeleitungen. Zur Entwässerung der neuen Straße sind neben Entwässerungsleitungen ein Regenrückhalte- und Klärbecken einschließlich der erforderlichen Zu- und Ableitungen erforderlich.
Kosten: 3,8 Millionen
Für die nur 1 km lange neue Straße werden 10.000 m³ Erdarbeiten vorgenommen, 600 m Entwässerungsleitungen gelegt. Die Fahrbahnfläche wird etwa 10.500 m² betragen, die der Geh- und Radwege 3.600 m². Gepflanzt werden 53 neue Bäume als Straßenbegleitgrün. Der Hamsterschutzzaun wird entlang der Straße geführt, er ist ebenfalls einen Kilometer lang. Die Baumaßnahme mit Kosten von 3,8 Millionen Euro wird von der Regierung von Unterfranken nach BayGVFG und FAG gefördert.
Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

