Würzburg bekommt endlich neue Multifunktions-Arena

Anzeige

Katharina Kraus

5. Oktober 2017

Plan der Multifunktionsarena. Grafik: © AS+P Albert Speer + Partner GmbH
Multifunktionsarena_Plan_ASP

Plan der Multifunktionsarena. Grafik: © AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Baubeginn 2018

Schon seit Jahrzehnten wird über das Projekt „Multifunktionsarena“ in Würzburg gesprochen, doch konkrete Planungen gab es bisher nicht bzw. wurden diese dann letztendlich doch immer wieder verworfen. Doch jetzt rückt der Bau der Halle in greifbare Nähe: 2018 sollen die Arbeiten bereits beginnen! In einem Pressegespräch haben heute Oberbürgermeister Schuchardt, Thomas Oehler, Geschäftsführer der neugegründeten Arena Würzburg Projektgesellschaft, Baureferent Christian Baumgart, Stadtkämmerer Robert Scheller sowie Vertreter der Investoren die aktuellen Planungen zur Realisierung der neuen Halle vorgestellt.

Kosten: 30 Millionen

Die Baukosten der Multifunktionsarena werden von Stadtbaurat Baumgart auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Gebaut soll nahe dem Würzburger Hauptbahnhof hinter dem Hotelturm in der Schweinfurter Straße werden. Dies sei laut Baumgart ein „idealer Stadtbaustein an idealer Stelle“. Die Fertigstellung der Multifunktions-Arena ist für 2020/21 geplant.

Über 100 Veranstaltungen im Jahr

In der neuen Multifunktions-Arena seien laut Oehler über 100 Veranstaltungen pro Jahr geplant, vor allem sollen dort Tagungen und Konzerte, aber auch Basketball- und Handball-Events stattfinden. Bei Basketballspielen soll die Halle rund 6.000 Zuschauer, bei Konzerten bis zu 7.500 Besucher fassen. Die s.Oliver Arena hingegen soll dann vermehrt für Schul-und Breitensport genutzt werden.

Pressegespräch zur Multifunktional-Arena Würzburg. Foto: Katharina Kraus

Pressegespräch zur Multifunktional-Arena Würzburg. Foto: Katharina Kraus

Einmalige Konstellation

Multifunktionshallen werden nicht staatlich gefördert, daher ist dies laut des OBs eine einmalige Konstellation der Stadt Würzburg zusammen mit der Stiftung. Die Stadt wird hierbei nicht Mitgesellschafter der Projektgesellschaft, sondern beteiligt sich mit einem Finanzierungsäquvivalent an den Gesamtinvestitionskosten. Dies stellt eine Beteiligung über mehrere Jahre dar. Genaue Zahlen sind allerdings noch nicht bekannt. Der Großteil werde über die Stiftung finanziert, die „Stiftung leistet einen gigantisch großen finanziellen Beitrag“, so OB Schuchardt. Durch das Finanzierungsmodell wird die Multifunktions-Arena eine private Halle.

Zweistelliger Millionenbetrag der Stiftung

Im März diesen Jahres wurde bereits die Zukunftsstiftung Würzburg gegründet, die schon über einen zweistelligen Millionenbetrag an Eigenkapital verfügt. Auch die Projektgesellschaft, die wiederum von der Stiftung gegründet wurde, soll laut Mainpost einen siebenstelligen Betrag zusammen haben. Die Köpfe hinter der Zukunftsstiftung sind Bernd Freier und Michael Reizel. Freier ist Eigentümer des Modekonzerns s.Oliver, Reizel ist Gründer der BVUK.-Gruppe.

Plan der Multifunktionsarena. Plan der Multifunktionsarena. Grafik: © AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Plan der Multifunktionsarena. Plan der Multifunktionsarena. Grafik: © AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Die Zukunftsstiftung ist zu 100 Prozent Gesellschafter der Projektgesellschaft, diese sind für den Bau der Halle verantwortlich und verpachten dann an einen Betreiber. Rückschüsse aus Einnahmen sollen gemeinnützigen Zwecken zu Gute kommen. Zum Beispiel soll ein bestimmter Betrag der Konzertkarten an die Stiftung zurückgehen und zusammen mit der Stadt Würzburg  schließlich entschieden werden, was mit dem Geld passiert.

Auf der Pressekonferenz wurde zudem zu Spenden aufgerufen: „Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich weitere Unternehmer, Bürger, alle die einen Nutzen an der Halle haben, an der Halle aktiv beteiligen – aktiv heißt natürlich monetär!“, so Michael Reizel.

Banner2
Topmobile2