Unfälle verursacht: Autofahrerin zu betrunken für Atemalkoholtest 

Anzeige

Würzburg erleben

16. Oktober 2017

Alkoholmessgerät. Foto: SWity
Alkotest-3

Alkoholmessgerät. Foto: Schweinfurt City

SCHWEINFURT. Nachdem eine stark betrunkene Autofahrerin am Sonntagabend bereits von der ersten Unfallstelle geflüchtet war, versuchte sie auch von der zweiten Unfallstelle zu flüchten. Ein beherzter Taxifahrer griff aber ins Fahrzeuginnere, zog den Zündschlüssel ab und konnte somit ihre weitere Flucht verhindern.

Führerschein beschlagnahmt

Gegen die Beschuldigte wird jetzt wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht ermittelt. Ihr Führerschein ist beschlagnahmt worden und geht nun mit der Anzeige an die Staatsanwaltschaft.

Gegen 21.15 Uhr war ein Taxifahrer mit Fahrgästen in der Straße „Sennfelder Bahnhof“ unterwegs. Hierbei erkannten sie einen Opel Tigra, der anscheinend kurz zuvor gegen die hier zum Schutz der Bahnschranke aufgestellte Leitplanke gekracht ist.

Taxifahrer verhindert Schlimmeres

Beim Passieren der Unfallstelle nahm der Taxifahrer wahr, wie die Unfallfahrerin Rangierversuche unternahm und anscheinend davonfahren wollte. Daraufhin hielt er sofort an und ging zu dem Auto hin. Nachdem die Frau am Steuer auf Ansprache nicht reagiert, griff er durch das geöffnete Fahrerfenster in den Innenraum und zog den Zündschlüssel ab.

Zu betrunken für Atemalkoholtest

Bei der späteren Unfallaufnahme konnte eine deutliche Alkoholbeeinflussung bei der Anfangsfünfzigerin erkannt werden. Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten, hatte keinen klaren Gedankengang mehr und lallte nur noch. Zu einem Atemalkoholtest war sie nicht mehr fähig. Ein naher Verwandter kümmerte sich später um den verunfallten Pkw.

Nachdem die Autofahrerin zur Polizeiwache transportiert worden ist, nahm ein herbeigerufener Arzt zwei Blutentnahmen bei ihr vor. Bei der Rekonstruktion einer möglichen Fahrtstrecke der Beschuldigten ist eine weitere Unfallstelle ausfindig gemacht worden. Im Bereich der Wehranlagen ist ein Fahnenmast angefahren und ein großer Begrenzungsstein verschoben worden. Dementsprechende Unfallspuren wurden auch am Unfallauto gefunden. Der Gesamtschaden wird auf zirka 5.500 Euro beziffert.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

Banner2
Topmobile2