„Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“: Tag des Einbruch­schutzes

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29. Oktober 2017

K-Einbruch

Unter www.K-Einbruch.de informieren. Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Seit 2012 veranstaltet das Programm Polizeiliche Kriminal­prävention der Länder und des Bundes den Tag des Einbruch­schutzes. Er findet regelmäßig am Tag der Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit statt. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ können Sie sich bei zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen rund um diesen Tag zu effektivem Einbruch­schutz informieren.

Mit dem Tag des Einbruchschutzes machen sowohl die örtlichen Polizeidienststellen als auch die Partner der Kampagne in den nächsten Tagen auf die hohe Zahl der Wohnungseinbrüche aufmerksam. Es gibt also vielen Aktione und Informationsveranstaltungen zum Thema.

K-Einbruch.de. Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Unter www.K-Einbruch.de informieren. Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Wohnungseinbruch

Für das Jahr 2016 verzeichnet die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik erstmals wieder einen Rückgang beim Wohnungseinbruch. Insgesamt wurden 151.265 Fälle einschließlich der Einbruchsversuche erfasst, 2015 waren es 167.136.

Wie die Entwicklung der Fallzahlen zeigt, bewegen sich die Zahlen trotz des Rückgangs allerdings immer noch auf dem hohen Niveau von 2014. Die Aufklärungsquote lag 2016 bei 16,9 Prozent.

Die Einbrecher verursachten im vergangenen Jahr einen Schaden (nur Diebesgut/Beute) von rund 392 Millionen Euro (2015: 441 Millionen Euro). Eingebrochen wurde meist über leicht erreichbare Fenster und Wohnungs- bzw. Fenstertüren.

Quelle: Polizeilichen Kriminalprävention

Quelle: Polizeilichen Kriminalprävention

Dabei können viele Einbrüche durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: So blieben im Jahr 2016 44,3 Prozent der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken.

Einbruchschutz wird gefördert

Über den Zeitraum der zurückliegenden 15 Jahre ist der Anteil vollendeter Fälle stetig gesunken, wie die steigenden Versuchszahlen zeigen. Dies kann durchaus auf Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich gegen Wohnungseinbruchdiebstahl beruhen und somit die entsprechenden Präventionsaktionen der Polizei hinsichtlich des zu erzielenden Erfolges bestätigen.

Wer sein Eigenheim saniert oder altersgerecht umbaut, profitiert zusätzlich von den Förderprodukten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz fördert.

Einbrüche häufig zur Tageszeit

Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, so etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden.

Weit über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen (2016 63.167 Fälle bzw. 41,8 Prozent aller Wohnungseinbrüche). In Wirklichkeit dürfte die Zahl sogar noch höher liegen, da bei Wohnungseinbrüchen – etwa auf Grund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber – die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist.

Tageswohnungseinbrüche ereignen sich mehrheitlich in Großstädten. Außerdem fallen Einbrecherbanden oft über ganze Wohnviertel her und räumen dabei schnell Häuser und Wohnungen aus.

  • Wenn du das Haus verlässt – auch nur für kurze Zeit – schließe unbedingt immer die Haustür ab!
  • Verschließt immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denkt daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
  • Lasst bei kurzer Abwesenheit ein Licht an oder nutze Zeitschaltuhren!
  • Verstecke deinen Schlüssel niemals draußen (beispielsweise unter der Fußmatte oder in einem Blumenkübel). Einbrecher finden jedes Versteck!
  • Wenn du deinen Schlüssel verlierst, wechsel den Schließzylinder aus.
  • Achte auf Fremde in der unmittelbaren Umgebung der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
  • Gebe Außenstehenden keine Hinweise auf deine Abwesenheit, wie bspw. einen überquellenden Briefkasten.

Teil der Kampagne ist auch die YouTube-Serie „Die Elster – Ein Profi-Einbrecher packt aus“. Hierbei handelt es sich um eine Mini-Serie über Deutschlands wohl bekanntesten Profi-Einbrecher. Begleitet von einem Kamerateam, geht er noch einmal auf großen Beutezug. Dabei erklärt die Elster, wie Sie es Einbrechern auch besonders leicht machen können.

Technische Sicherungs­maßnahmen

Neben dem richtigen Verhalten können mechanische Sicherungen und Sicherheitstechnik den Zugang zum zu Hause erschweren. Je länger die Einbrecher zum Öffnen von Fenstern oder Türen benötigen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von ihrem Versuch ablassen, da die Gefahr steigt, auf frischer Tat ertappt zu werden.

Artikel beruht auf Informationen der Polizeiliche Kriminalpräventionder Länder und des Bundes. Weitere wissenswerte Infos: www.polizei-beratung.de.

Ab sofort:  

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