„Als Volksverräter bezeichnet“: Stadträte erhalten Drohbriefe

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Würzburg erleben

14. November 2017

Schweinfurter Rathaus. Foto: Pascal Höfig
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Schweinfurter Rathaus. Foto: Pascal Höfig

Update: 15.11., 20:22 Uhr

Äußerungen im Video

Während und nach der Sitzung äußern sich Stadträte aus Schweinfurt zu den Drohbriefen. Einigkeit herrscht darin, dass man den Vorfall geschlossen zur Anzeige bringt:


 

Die Schweinfurter Stadträte haben heute allesamt einen Brief erhalten, in dem sie massiv bedroht und beschimpft wurden. Das verkündete Ralf Hofmann (SPD) vor einer Stunde in einem Posting auf seiner Facebook-Seite. Die Bedrohungen seien so schwerwiegend, dass die Stadträte darüber nicht hinwegsehen möchten und eine Anzeige erfolgen wird. Hier das ungekürzte Posting von Hofmann:

Hofmanns Posting

Auf seinem privaten Facebook-Profil veröffentlichte Hofmann am 14.11. gegen 20 Uhr folgende Aussage und berichtet, dass alle Stadträte einen Brief erhalten haben sollen, in denen sie als Volksverräter bezeichnet werden und „an die Wand gestellt oder vergast werden sollten“.


CSU-Stadtrat bleibt leer aus

Nachdem ein Stadtratsmitglied der CSU diesen Artikel über Hofmanns Posting gelesen hatte, verneint er nach Anfrage der Redaktion, einen solchen Brief erhalten zu haben.

Täter noch unbekannt

Wer hinter den Drohbriefen steckt, die jeweils über den Postweg bei den Stadträten eintrafen, ist noch unklar. „Vermutlich der gleiche Verteiler wie vor drei Jahren. Da war der 3. Weg der Absender. Allerdings mit weniger Fehlern“, erklärt uns Ralf Hofmann auf Nachfrage.

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