Busfahrer auf A3 täuscht Ruhepausen vor
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Katharina Kraus
17. November 2017

Polizei im Einsatz auf der Autobahn. Symbolfoto: Pascal Höfig
GEISELWIND, LKR. KITZINGEN. Am Donnerstagvormittag haben Beamte der VPI Würzburg-Biebelried auf der A 3 einen Busfahrer erwischt, der Ruhezeiten vorgetäuscht und seine Fahrerkarte manipuliert hatte.
Fahrerkarte manipuliert
Gegen 11:30 Uhr unterzogen Spezialisten der Technischen Kontrollgruppe den 31-jährigen Fahrer eines Kraftomnibusses einer genauen Kontrolle. Bei der Überprüfung des Kontrollgerätes bemerkten sie, dass an zurückliegenden Tagen mehrfach die Fahrerkarte nicht eingesteckt gewesen war, obwohl mit dem Fahrzeug in der Zeit etwa 500 Kilometer gefahren wurden.
Nachträglich hatte der Mann verbotenerweise für sich Ruhezeiten auf der Karte eingetragen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fälschung beweiserheblicher Daten eingeleitet. Da er keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro hinterlegen.
Anzeige und Bußgeld
Weil er am Kontrolltag die Vorschriften eingehalten hatte, durfte er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen allerdings weiterfahren.
Auch der Geschäftsführer des Reiseunternehmens muss mit einer Anzeige und einem Bußgeld in vierstelliger Höhe rechnen: Die erforderliche Linienlizenz und die Umsatzsteuerbescheinigung fehlten.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

