Fremder spricht Schulkinder in Waldbrunn und Hettstadt an

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Würzburg erleben

21. November 2017

Blaulicht Polizeifahrzeug. Foto: Pascal Höfig
Blaulicht_Polizei

Blaulicht Polizeifahrzeug. Foto: Pascal Höfig

WALDBRUNN / HETTSTADT. Zwei Vorfälle sorgen aktuell in Waldbrunn und in Hettstadt für Aufregung und Ängste bei Schülern, Eltern und Lehrern. Ein Unbekannter hatte aus einem Fahrzeug heraus am Freitagvormittag und am Dienstagnachmittag Schulkinder angesprochen und sie aufgefordert bei ihm ins Auto einzusteigen. Die Polizei ermittelt und ist verstärkt in der Gemeinde präsent.

Grauhaariger Mann in schwarzen Kleinwagen

Am vergangenen Freitag wurde in Waldbrunn ein sechsjähriger Schüler in der Friedhofstraße gegen 07.40 Uhr von einem Mann aus einem schwarzen Kleinwagen heraus gefragt, ob er ihn zur Schule fahren soll. Der Junge lief daraufhin weg. Er beschrieb den Mann mit grauen Haaren und Vollbart.

Mädchen kann sich losreißen

Gegen 15.00 Uhr kam es dann heute vor der Grundschule Hettstadt zu einem ähnlichen Vorfall. Ein fremder Mann hatte hier ebenfalls aus einem schwarzen Kleinwagen heraus ein Mädchen auf dem Schulweg angesprochen und es aufgefordert bei ihm mitzufahren.

Der Unbekannte hatte hier das 9-Jährige Kind am Arm festgehalten. Glücklicherweise konnte sich das Mädchen befreien und nach Hause rennen. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen blieb bislang ohne Erfolg. Wie in Waldbrunn fuhr der Mann einen schwarzen Kleinwagen und hatte graue Haare.

Die Polizei ist zu den relevanten Zeiten bei Schulbeginn und -ende verstärkt auf Schulwegen auf Streife.

Wem das Fahrzeug oder die fremde Person in Waldbrunn oder Hettstadt aufgefallen ist, möge sich bitte sofort an die Polizeiinspektion Würzburg-Land wenden. Hinweise zu beiden Vorfällen bitte an die Polizeiinspektion Würzburg-Land unter Tel. 0931/457-1630.

Ob es sich bei den aktuellen Vorfällen in Hettstadt und Waldbrunn um Ernstfälle oder eventuell um Missverständnisse handelt, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. In jedem Fall ist es aber wichtig, sich bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort an die Polizei zu wenden. Derartigen Hinweisen wird stets ernsthaft nachgegangen.

Wichtig!

Trotz aller Sorge, die sich Eltern berechtigterweise machen, ist es wichtig, dass die Schüler nicht mit einem Gefühl der Angst auf dem Schulweg unterwegs sind, sondern wissen, wie sie sich richtig verhalten sollen, damit sie gestärkt und selbstbewusst auftreten können. Es ist extrem wichtig, dass gerade Eltern jetzt keine Panik verbreiten, sondern mit den Kindern Verhaltensregeln besprechen und feste Absprachen treffen.

Was können Eltern tun?

  • Nach Möglichkeit sollte Ihr Kind in Gruppen mit anderen Kindern zur Schule gehen und sich z.B. auf Spielplätzen aufhalten.
  • Kinder sollen üben, Abstand zu Fahrzeugen zu halten, wenn sie z.B. nach dem Weg gefragt werden. Sie sollen nicht nah an ein Fahrzeug herantreten.
  • Ermuntern Sie Ihr Kind, um Hilfe zu bitten, wenn es Hilfe braucht.
  • Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen verhalten soll. Es soll weglaufen, andere Erwachsene ansprechen, um Hilfe bitten oder auch laut um Hilfe schreien.

Enrico Ball von der Polizei Unterfranken weist nochmals ausdrücklich darauf hin, dass Kinder bei Gefahr jederzeit die Polizei unter 110 rufen sollten. 

 

 

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