Reizgas in Schulmensa versprüht: 23 Kinder verletzt
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Würzburg erleben
22. November 2017

Symbolfoto: Pascal Höfig
WERTHEIM. Zu einem Großeinsatz von Rettungskräften, Feuerwehr und der Polizei kam es am Dienstagmittag in Wertheim. Kurz vor 12 Uhr wurde gemeldet, dass ein zunächst Unbekannter in einer Schule in der Reichenberger Straße in Bestenheid Reizgas in der Mensa versprüht hatte und nun zahlreiche Schüler unter Atemwegsbeschwerden sowie Haut- und Augenreizungen leiden würden.
Rund 900 Schüler evakuiert
Beim Eintreffen der Rettungskräfte befanden sich alle der rund 900 Schüler nach einer als vorbildlich zu bezeichnenden Räumung des Schulgebäudes bereits im Freien. Die Rettungskräfte richteten eine Auskunftsstelle für die Eltern ein.

Rettungswagen im Einsatz. Foto: Pascal Höfig
Großeinsatz von Rettungskräften
Mindestens zehn Rettungswagen aus der näheren Umgebung, sechs Notärzte sowie die Feuerwehr befanden sich im Einsatz und untersuchten die Kinder. 18 von insgesamt 23 Leichtverletzten wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Bisherigen Erkenntnissen zufolge befanden sich zur Tatzeit die Schüler der 6. bis 9. Klasse in der Mensa.
13-jähriger Schüler verdächtig
Bei den polizeilichen Ermittlungen geriet nach ersten Zeugenbefragungen ein 13-jähriger Schüler in Verdacht, das Reizgas versprüht zu haben. Dies räumte er bei einer späteren Anhörung auch weitgehend ein. Genauere Umstände sowie die Frage, wie der Junge in den Besitz des Gases kam, sind bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn.

