DHL-Erpressung mit Sprengsätzen: Darauf solltet ihr bei Paketen achten!
Anzeige
Würzburg erleben
4. Dezember 2017
Nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam rät die Polizei deutschlandweit der Bevölkerung zur Vorsicht. Am Freitag war ein Paket an eine Apotheke am Potsdamer Weihnachtsmarkt geschickt worden, in dem sich Hunderte Nägel und ein sogenannter Polenböller befanden. Die Ermittler gehen derzeit von einem Erpressungsversuch aus, der an den Paketdienst DHL gerichtet ist.
Weitere Sendungen wahrscheinlich
Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen für möglich oder sogar wahrscheinlich. Da derzeit davon ausgegangen werden muss, dass Empfänger willkürlich ausgesucht werden gibt die Polizei konkrete Warnhinweise. Betroffen sind laut Behörden aktuell kleine Unternehmen. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass auch Sendungen an Privatpersonen verschickt wurden.
Auf was ihr achten solltet:
- fehlender oder unvollständiger Absender
- auffällige Rechtschreibfehler
- Flecken oder Verfärbungen am Paket
- Drähte oder Auffälligkeiten am Paket
Solltet ihr ein verdächtiges Paket erhalten, solltet ihr es auf keinen Fall öffnen, sondern sich in Sicherheit zu bringen und sofort die Polizei zu informieren.
Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck
Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck an dem Fall und stehen mit den Landeskriminalämtern der anderen Bundesländer, aber auch mit dem Paketdienstleister DHL in engem Kontakt.
Gegenwärtig geht die Polizei davon aus, dass der Täter aus dem Raum Berlin-Brandenburg kommt.

Fahndungsplakat nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam. Quelle: LKA Brandenburg
Weiter suchen die Ermittler zum Fall in Potsdam dringend Zeugen und fragen:
Wer hat am Morgen des 30.11.2017 im Zeitraum von 06.30 – 07.15 Uhr im Bereich der Kantstraße bzw. dortiger DHL-Packstation Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen?
Wer kann insbesondere tatrelevante Hinweise geben und hat evt. verdächtige Personen an der Packstation in Potsdam-West beobachtet?
Sachdienliche Hinweise bitte über das Hinweistelefon unter Tel. 0331-505950. In dringenden Fällen bitte über Notruf 110!

