Region Würzburg: Aktuelle Arbeitsmarktentwicklung

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Würzburg erleben

3. Januar 2018

Agentur für Arbeit Würzburg. Foto: Pascal Höfig
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Agentur für Arbeit Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Mit 6.800 arbeitslosen Menschen sowie einer seit Oktober konstanten Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent präsentierte sich der regionale Arbeitsmarkt unverändert robust und ohne Anzeichen auf eine Abschwächung. Aus saisonalen Gründen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber November zwar um 50 Personen angestiegen, allerdings waren im Ergebnis 800 Personen weniger beschäftigungslos als noch vor einem Jahr.

Die marginale Zunahme gegenüber November fiel ähnlich hoch aus wie im Dezember 2016, aber deutlich geringer als in den Jahren zuvor, in denen deutlich höhere Saisonausschläge zu verzeichnen waren.

Gute Entwicklung setzt sich fort

„Der regionale Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2017 erstaunlich positiv entwickelt und ein Rekordjahr hingelegt. Auch im letzten Monat des Jahres blieb die Arbeitslosigkeit in der Region auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung und die Beschäftigung kletterte auf einen neuen Höchstwert. Unsere Prognosen zu Beginn des Jahres 2017 wurden damit sogar noch übertroffen. Alle bisherigen Anzeichen lassen hoffen, dass sich diese erfreuliche Entwicklung auch in 2018 fortsetzt und die Konjunktur ihren Schwung beibehält“, resümiert Stefan Beil, Leiter der Agentur für Arbeit Würzburg.

Unterbeschäftigung

Personen, die am Erhebungsstichtag an Qualifizierungen teilnehmen oder beispielsweise kurzfristig erkrankt sind, gelten gemäß gesetzlicher Definition nicht als arbeitslos und werden daher nicht in der Arbeitslosenstatistik ausgewiesen. Diese nicht berücksichtigten Personen werden jedoch gemeinsam mit Unterbeschäftigungsstatistik abgebildet.

Im Dezember waren im Bereich der Agentur für Arbeit Würzburg 10.740 Frauen und Männer unterbeschäftigt. Die hierauf basierende Unterbeschäftigungsquote betrug 3,7 Prozent. Im Dezember vergangenen Jahres lag diese noch bei 4,1 Prozent.

Zu- und Abgänge

Im Dezember haben 2.350 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet. Das waren 340 (-12,6 Prozent) weniger als im November und 270 (-10,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. In eine erneute Erwerbstätigkeit in Form einer Beschäftigung, Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit sind davon 730 Personen eingemündet.

Im Vormonatsvergleich war das ein Minus von 170 und im Vorjahresvergleich ein Minus von 50 Personen. Im Gegenzug haben sich in den Jobcentern und Agenturen für Arbeit 2.410 Menschen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet – 260 weniger als im Vormonat und im Vorjahr. Rund 1.000 der hiervon Betroffenen waren zuvor erwerbstätig. Das waren 90 weniger als im November und 150 weniger als vor einem Jahr.

Sinkende Arbeitslosigkeit

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk um knapp elf Prozent gesunken. Der Rückgang betraf bis auf die Älteren fast alle im Fokus stehenden Zielgruppen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die Langzeitarbeitslosigkeit und die der unter 25- Jährigen verringerten sich um rund zwölf Prozent, die von Ausländern um acht Prozent und die der Schwerbehinderten um fast vier Prozent.

Der Bestand an Arbeitslosen, die 55 Jahre und älter waren, erhöhte sich dagegen um über zwei Prozent. Von den 6.780 Arbeitslosen zählte etwa jeder Vierte zu den Älteren (1.800) oder hatte keine deutsche Staatsangehörigkeit (1.600). Etwa jeder Fünfte war langzeitarbeitslos (1.530) und jeder Zehnte unter 25 Jahre (640) oder schwerbehindert (710).

Bestand offener Stellen konstant hoch

Im Dezember waren beim gemeinsamen Arbeitgeberservice von Jobcentern und Arbeitsagenturen insgesamt 5.280 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das waren 27 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der monatliche Zugang offener Stellen fiel mit 1.230 um ein knappes Prozent höher aus als im Vorjahresmonat. Die größten Anteile an allen Stellenzugängen hatten der Handel (einschließlich der Instandsetzung von Kraftfahrzeugen), das Verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie die Zeitarbeit.

Wachsende Beschäftigung

Zum Stichtag 30. Juni 2017 waren im gesamten Agenturbezirk 204.800 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 4.350 oder 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Rund 52 Prozent der Beschäftigten waren Männer (107.040), der Anteil beschäftigter Ausländer betrug knapp acht Prozent (16.230). 31 Prozent der Arbeitnehmer übten eine Teilzeitbeschäftigung aus (62.880). Mit einem Anteil von etwa 55 Prozent waren die meisten Beschäftigten 25 bis unter 50 Jahre alt (113.390). Etwa elf Prozent waren unter 25 Jahre (23.120). Mit einem Anteil von 32 Prozent war fast jeder Dritte zwischen 50 und 65 Jahre alt (66.160).

Regionale Entwicklung

Der geringfügige Anstieg um 50 Personen auf 6.800 Arbeitslose wirkte sich nicht auf die für den gesamten Agenturbezirk ausgewiesene Arbeitslosenquote aus. Diese verharrte -wie schon im Oktober und November- bei 2,3 Prozent. Geringfügige Verschiebungen waren allerdings in den einzelnen Regionen zu beobachten. Ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent (1.290 Arbeitslose) war im Landkreis Main-Spessart zu verzeichnen. In der Stadt Würzburg sank die Quote von 3,6 auf 3,5 Prozent (2.660 Arbeitslose). Unverändert blieben die Arbeitslosenquoten dagegen in den Landkreisen Kitzingen mit 2,3 Prozent (1.170 Arbeitslose) und Würzburg mit 1,8 Prozent (1.690 Arbeitslose).

Vorjahresvergleich

Im Vorjahresvergleich ging die die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Main-Spessart und Kitzingen mit jeweils rund 16 Prozent am deutlichsten zurück. In Main-Spessart wurden 250 und in Kitzingen 220 Arbeitslose weniger gezählt. Mit einem Rückgang um 270 Personen war für den Landkreis Würzburg die absolut betrachtet größte Veränderung festzustellen (-14 Prozent). In der Stadt Würzburg verringerte sich der Arbeitslosenbestand um 70 Personen oder rund zwei Prozent.

Entwicklung in den Rechtskreisen

In den Arbeitsagenturen Würzburg, Kitzingen und Lohr waren 3.690 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 100 mehr als im November (+3 Prozent) und 370 weniger als vor einem Jahr (-9 Prozent). In den vier Jobcentern des Agenturbezirkes wurden 3.110 Frauen und Männer betreut. Gegenüber November hat sich der Bestand um 50 oder um knapp zwei Prozent verringert. Im Dezember 2016 waren in den Jobcentern noch 430 Frauen und Männer mehr gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang um zwölf Prozent.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Würzburg.

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