Interview: Würzburger Matze Bielek für Eurosport bei Olympia

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Würzburg erleben

22. Februar 2018

Matze Bielek bei der Arbeit mit Olympiazweiten Stephan Leyhe und Kollege Sven Hannawald. Foto: Matze Bielek
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Matze Bielek bei der Arbeit mit Olympiazweiten Stephan Leyhe und Kollege Sven Hannawald. Foto: Matze Bielek

Würzburger kennen ihn aus dem Radio und sicherlich noch als ehemaliger Hallensprecher der s.Oliver Würzburg und Stadionsprecher der Würzburger Kickers. “Matze” Bielek startete seine TV-Karriere 2011 beim Sender Sky Sport News HD, wo er als Redakteur und Reporter  hauptsächlich über die aktuellen Entwicklungen in den Themenfeldern Fußball, Basketball und Wintersport berichtete.

Seit der Wintersaison 2016/17 kommentiert er zusammen mit Ex-Sportler Sven Hannawald die Skisprung-Übertragungen bei Eurosport, so auch die derzeitigen olympischen Winterspiele  in Pyeongchang.

Wir haben dem „fränkischen Allround-Talent“ unterhaltsame Fragen gestellt und er hat wie erwartet unterhaltsam geantwortet:

In welcher Wintersportart hättest Du gerne mal als Sportler an den Spielen teilgenommen?

Tatsächlich Skispringen. Realistisch wäre aber wohl maximal im Curling oder als Anschieber im Bob von Jamaika gewesen.


 

Lieber Skispringen, Fußball oder Basketball kommentieren?

Mit Skispringen bin ich sehr glücklich! Die Sportart fasziniert mich. Unser Team mit Gerhard Leinauer als Moderator, Simon Köpfer als Reporter im Auslauf, unser Experte Martin Schmitt und natürlich mein Co-Kommentator Sven Hannawald ist das beste Team, mit dem ich je gearbeitet habe. Sowohl fachlich als auch in Sachen Spaßfaktor. Fußball hatte ich bei Sky fünf Jahre fast rund um die Uhr. Basketball vermisse ich tatsächlich. Aber es kommen ja die Olympischen Spiele in Tokio 2020 und die laufen auch wieder bei Eurosport ;-)

Was war für Dich großartiger: Olympia-Sieg Wellingers kommentieren oder Nowitzkis D-Day in Würzburg?

Beides definitiv die emotionalsten Momente in meiner beruflichen Laufbahn. Beides absolut großartig. Von den Gefühlen in diesen Momenten zehre ich mein ganzes Leben. Da bei Andi sicher noch weitere Medaillen folgen, Dirks NBA-Titel aber einzigartig bleiben wird, hat der Empfang in Würzburg leicht die Nase vorne. Es war einfach nur mega, da hautnah dabei gewesen zu sein.

Frank Buschmann mit Matze Bielek und Dirk Nowitzki - Foto: Stefan Schwaneck

Frank Buschmann mit Matze Bielek und Dirk Nowitzki – Foto: Stefan Schwaneck

Lieber mit Sven Hannawald auf dem Golfplatz oder Frank Buschmann im Brandstetter?

Ach … ich glaube ich könnte das super verbinden. Nach ner Runde Golf mit Hanni auf ein paar Kaltgetränke mit Buschi in die Stadt und dann muss man ja auch was frühstücken… klingt nach einem perfekten 20 Stunden-Tag.

Was könnten Würzburger Sportvereine vom Event Olympia lernen?

Die sportliche Fairness unter den Athleten verschiedener Nationen. Rivalität gibt es nur auf dem sportlichen Spielfeld. Symbolisch war der Abend, an dem die norwegischen Skispringer den deutschen Adlern die Goldmedaille weggeschnappt haben, danach aber alle gemeinsam im deutschen Haus „ein bisschen“ gefeiert haben ;-)

Matze Bielek bei Olympa. Foto: Matze Bielek

Matze Bielek bei Olympia. Foto: Matze Bielek

Was sind die größten Unterschiede zwischen Würzburg und Pyeongchang? 

Es ist im Winter hier deutlich kälter und trockener. Daher wirkt die Landschaft rund um Pyeongchang viel farbloser als unser Würzburg. Nach fast drei Wochen Olympia fängt man daher schon an, seine Heimat zu vermissen. Die Berge sind nicht so hoch wie man sich es für einen Wintersportort vorstellt. Das wirkt hier teilweise ein bisschen wie die Rhön.

Welche Würzburger (Eigen)Art würdest Du sofort in Pyeongchang einführen wollen?

Unglaublich aber wahr. Südkorea hat weltweit den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol. Ich würde versuchen ihnen beizubringen, dass man guten Wein oder gutes Bier genießt und nicht „sinnlos“ wegkippt ;-)

Welche südkoreanische (Eigen)Art würdest Du sofort mit nach Würzburg bringen?

Die lebensfrohe, hilfsbereite Art der Menschen. Da sind sie so manchem knurrigen Franken voraus.

Was ist das Erste, was Du machst, wenn Du zurück in Würzburg bist?

Die Familie besuchen. Vor allem meinen kleinen Neffen Luis, der kurz vor den Spielen zur Welt gekommen ist. Und dann erstmal in die Sauna und alle Eindrücke verarbeiten. Ab Dienstag nächster Woche steh ich dann ja auch um 5.00 Uhr morgens schon wieder mit Soazic Assel bei Charivari im Studio.

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