Influenza-Welle in Würzburg: So schützt man sich vor Infektion
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Würzburg erleben
27. Februar 2018

Symbolbild Erkältung - Foto: Pascal Höfig
Influenza oder „echte“ Grippe und Erkältung – diese Worte sind derzeit in aller Munde, auch in Würzburg gibt es bereits Fälle. In der kalten Jahreszeit sind die Erreger nun mal am meisten verbreitet und die Wartezimmer der Ärzte voll, voller, am vollsten! Während eine Erkältung zwar nervt, ist sie in der Regel nach einigen Tagen gut überstanden. Anders verläuft meist die Influenza, eine Viruserkrankung, der die Atemwege befällt und dabei mit hohem Fieber, Schwäche, Gliederschmerzen und extremen Krankheitssymptomen einhergeht – und für geschwächte und ältere Menschen sogar tödlich enden kann.
2018 bereits 387 Influenza-Fälle in Würzburg
Auch in Würzburg ist die Grippewelle allmählich angekommen, zwar glücklicherweise nicht so ausgeprägt wie andernorts aber trotzdem sind auch hier die Wartezimmer der Ärzte voll. Bis einschließlich der 9. Kalenderwoche wurden laut Gesundheitsamt Würzburg 387 Influenza-Fälle gemeldet, das sind schon 85 mehr als 2017 im gleichen Zeitraum. Dabei sticht die 8. Kalenderwoche mit 93 gemeldeten Fällen besonders heraus. Die tatsächlichen Erkrankungszahlen sind aber noch wesentlich höher, da nicht bei allen Erkrankten ein Rachenabstrich zur Diagnosesicherung vorgenommen wird. Bei den Zahlen handelt es sich nur um die labordiagnostisch nachgewiesenen Grippefälle. Vermutlich wird die Grippesaison noch einige Wochen andauern und dann im Laufe des März/April allmählich abflauen.
Wie schützen sich Ärzte?
Die Tipps zum Schutz vor einer Infektion für alle Bürger sind das eine, aber wie sieht es denn eigentlich bei den behandelnden Ärzte aus? Dr. Johann Löw, Leiter des Gesundheitsamtes Würzburg für Stadt und Landkreis, empfiehlt Ärzten und medizinischem Personal zur Vorsorge gegen eine eigene Ansteckung mit Grippeviren folgende Schutzmaßnahmen: Die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen sind die Grippeschutzimpfung und eine sorgfältige Händehygiene. Ebenso sind Barrieremaßnahmen durch das Tragen von Schutzkitteln, Einmal-Handschuhen, Mund- und Nasenschutz sowie Schutzbrillen wichtig. Die Gabe von prae- oder postexpositionellen antiviralen Medikamenten ist ggf. zu empfehlen. In den Behandlungs- und Praxisräumen ist eine adäquate Flächendesinfektion erforderlich.
Tipps zum Schutz vor Infektion
Das Gesundheitsamt empfiehlt die Schutzmaßnahmen und allgemeinen Hygieneregeln, die auch das Robert-Koch-Institut aufführt, zu beachten:
- Häufiges Händewaschen mit Seife.
- In den Ärmel husten oder niesen, um die Ausbreitung der infektiösen Tröpfchenwolken zu begrenzen.
- Verwendung von Papiertaschentüchern, die nur einmal benutzt werden.
- Wer die Hände von den Schleimhäuten der Nase, des Mundes und der Augen fern hält, schützt sich vor Infektionen.
- Temperaturangepasste Kleidung sowie ein allgemein stärkender Lebenswandel mit gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und Abhärtung des Körpers tragen zur Gesundheit bei.
- Kranke sollten im eigenen Interesse, aber auch im Interesse ihrer Mitmenschen, zu Hause bleiben.
- Abstand halten als eine der wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen: Ansteckung erfolgt am ehesten dort, wo viele Menschen zusammen kommen, wie in Einkaufszentren, öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch bei Festlichkeiten.
Einen hundertprozentigen Schutz gibt es dabei natürlich nicht. Daher wünschen wir Euch, dass ihr gut durch die Grippezeit kommt – und für alle, die es bereits erwischt hat: Gute Besserung!

