SKF ruft zum Boot-Camp für Boliden-Bauer

Anzeige

Katharina Kraus

26. März 2018

Zur Vorbereitung auf die Formula Student Germany hat SKF zum „Pit Stop” gerufen. Foto: SKF
SKF_PitStop

Zur Vorbereitung auf die Formula Student Germany hat SKF zum „Pit Stop” gerufen. Foto: SKF

Ein Boot-Camp zur Vorbereitung auf die Formula Student Germany: So mancher Nachwuchs-Ingenieur verbringt momentan mehr Zeit mit seinem Hobby als in den Vorlesungen. Denn am 6. August startet die Formula Student Germany – der anerkannt härteste unter den internationalen Konstruktionswettbewerben für Hochschulschrauber. Damit die von der deutschen SKF gesponserten Teams beim Heim-Grand-Prix möglichst gut abschneiden, hat das Unternehmen seine Rennställe schon mal zu einem Vorbereitungslehrgang gerufen, so heißt es in einer Pressemitteilung.

Lager für Formel 1

„Pit Stop“ nennt SKF das zweitägige Training, bei dem es um deutlich mehr geht als nur rasend schnelle Handgriffe. „Beispielsweise haben wir die Studenten in die korrekte Lagerauslegung und -montage eingewiesen und ihnen Einblicke in moderne Dichtungstechnik vermittelt“, erläutert Pit Stop-Organisatorin Jana Hümmer von der Kommunikationsabteilung bei SKF in Schweinfurt. Auch ein Besuch im „Musterbau“ des Schweinfurter Werks stand auf dem Plan. Hier entstehen u.a. extrem leistungsfähige Lager für die Formel 1. An der FHWS gab es dann noch Hilfestellungen zum Steuerrecht, zu Marketing-Themen wie ,Visual Identity‘ oder auch zur Präsentation von Geschäftsmodellen.

Mehr als nur rasen

Hintergrund des breit angelegten Ausbildungsprogramms ist der konzeptionelle Ansatz, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) als ideeller Ausrichter der Formula Student Germany (FSG) verfolgt: Der Wettbewerb soll den Studierenden nicht nur praktische Erfahrungen in Konstruktion und Fertigung ermöglichen, sondern sie auch mit sämtlichen wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus vertraut machen. Es geht also um mehr als nur schnelles Autofahren.

Bei der Formula Student Germany will die Jury nicht nur durch die reine Renn-Performance überzeugt werden. Foto: SKF

Bei der Formula Student Germany will die Jury nicht nur durch die reine Renn-Performance überzeugt werden. Foto: SKF

Entscheidend für den Erfolg bei der FSG ist also das Gesamtpaket, das die Nachwuchskonstrukteure abliefern: Design, Kostenplanung und Geschäftsmodell müssen die Jury aus Industrie- und Wirtschaftsfachleuten ebenso überzeugen wie die Performance der Eigenbauten auf der Rennstrecke. Mit diesem interdisziplinären Bewertungsmodell will der VDI die Studenten möglichst praxisnah aufs Berufsleben vorbereiten und natürlich auch dem chronischen Ingenieurmangel entgegenwirken.

118 Rennställe am Start

Bei der Formula Student Germany sind insgesamt 118 Rennställe auf dem Hockenheimring dabei. Als einer der Hauptsponsoren der FSG unterstützt die deutsche SKF elf davon: Elefant Racing Bayreuth, FaSTTUBe Berlin, CAT-Racing Coburg, Fast Forest Deggendorf, Elbflorace Dresden, Rennstall Esslingen, e-gnition Hamburg, Hawks Racing Hamburg, HHN Racing Heilbronn, Team Starcraft Ilmenau und Technikum Mittweida Motorsport.

Nur mit Prüfplakette auf die Rennstrecke

„Die Rennställe bereiten sich jetzt erst mal intensiv darauf vor, die technischen Abnahmen zu Beginn des Wettbewerbs zu überstehen“, erklärt Jana Hümmer von SKF, „denn nur wer die entsprechenden Prüfplaketten erhält, darf überhaupt auf die Rennstrecke!“ Erst danach können die Eigenbauten u. a. Eigenschaften wie Fahrdynamik, Handling, Beschleunigung, Ausdauer und Kraftstoff- bzw. Energieverbrauch in den dynamischen Disziplinen Autocross, Skid-Pad, Acceleration und Endurance unter Beweis stellen.

Autonom fahrende Konstruktionen

Zum zweiten Mal bei der Formula Student Germany sind neben den Verbrenner- und Elektroautos gehen auch wieder autonom fahrende „Driverless“-Konstruktionen dabei. Dabei kommt es nicht unbedingt auf fahrerisches Können an. „Im vergangenen Jahr haben manche davon unfreiwillig komische Routen eingeschlagen“, weiß Hümmer, „insofern darf man gespannt sein, wie sich diese zukunftsträchtige Technologie diesmal präsentiert.“

Banner2
Topmobile2