Gebührenerhöhung: Wirte sind sauer auf die Stadt
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Katharina Kraus
4. April 2018
Nach einer heftigen Gebührenerhöhung sind Würzburgs Gastwirte nicht gut auf die Stadt zu sprechen. Was ist passiert? Mit dem Frühling und dem schönen Wetter startet natürlich auch die Freiluftsaison für die Gastronomie. jeder möchte ein Plätzchen an der Sonne ergattern und seinen Kaffee, das Eis oder einen Schoppen unter freiem Himmel genießen. Besonders in der Würzburger Innenstadt lässt sich das super praktizieren, weil fast jedes noch so kleine Lokal auch eine Außengastronomie hat – und wenn es nur zwei Tische sind. Doch genau für diese Freischankflächen, wohl gemerkt auf öffentlichem Grund, war jetzt laut Berichten der Mainpost und des BR eine fette Gebührenerhöhung fällig.
Heftige Erhöhung auf das Doppelte
Ab sofort müssen Wirte in der Innenstadt pro Quadratmeter Freifläche acht statt bisher vier Euro im Monat löhnen, so die Mainpost. Der entsprechende Beschluss im Stadtrat für eine Erhöhung der Nutzungsgebühren erfolgte zwar schon im letzten Jahr – einstimmig – jedoch macht sich die Gebührenerhöhung erst jetzt bemerkbar, wenn alle Gastronomen ihre Genehmigungen einreichen, heißt es in Berichten der Mainpost. Die Wirte wurden somit kalt erwischt, da viele erst sehr kurzfristig von der auf das Doppelte erhöhten Gebühr erfahren haben, so der BR.
Auch in angrenzenden Straßen an den engeren Altstadtbereich wird es ab sofort teurer. Hier wird der Preis von drei auf sechs Euro pro Quadratmeter angehoben, Parkplatzflächen kosten jetzt, je nach Lage, zwischen acht und zehn Euro, so die Mainpost.
Anpassung nach 15 Jahren
Doch warum kam es eigentlich zu der brutalen Gebührenerhöhung? Da es seit 15 Jahren keine Erhöhung in diesem Bereich gegeben habe, hätte das Rechnungsprüfungsamt eine Anpassung gefordert, so Rathaussprecher Christian Weiß in der Mainpost. Doch Würzburg liege im Vergleich zu anderen Städten immer noch relativ niedrig mit den Gebühren, da beispielsweise in Regensburg 15 Euro pro Quadratmeter, in Fürth zwischen 10 und 20 Euro pro Quadratmeter fällig seien, so Weiß in Berichten der Mainpost. Die Stadt Würzburg hat im letzten Jahr etwa 97.000 Euro an Sondernutzungsgebühren für Gastronomie unter freiem Himmel eingenommen, so die Mainpost.
Für die laut Mainpost zur Zeit etwa 125 Gastronomiebetriebe in der Stadt, die eine Freifläche auf gebührenpflichtigem Grund bewirten, steht also die Frage im Raum, ob man das Angebot an Sitzflächen denn dann vielleicht reduzieren werde oder eben die Preise erhöhen muss.

