Aus 2 mach 1: Markierungschaos in der Stresemannstraße?
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Würzburg erleben
20. April 2018

Neue Verkehrsführung in der Stresemannstraße. Foto: Dirk Flieger
Gastbeitrag von Dirk Flieger.
Vor einigen Monaten war es so weit: Die Stresemannstraße bekam in Fahrtrichtung Bergl ihren „Fahrradschutzstreifen“. Nun kann man über solche Vorhaben ja denken was man mag, alles hat Vor- und Nachteile, aber mir geht es heute nicht einmal darum, dass die Fahrbahn für PKWs dadurch von zwei Spuren auf eine Spur reduziert wurde, auch nicht darum, dass es Ansichtssache ist, ob es für Radfahrer so sicherer oder gefährlicher ist, wenn sie zwischen dem fließenden Verkehr und den geparkten Fahrzeugen entlang geführt werden.

Neue Verkehrsführung in der Stresemannstraße. Foto: Dirk Flieger
Vermutlich ist die einzige Gruppe, die das ganze Projekt uneingeschränkt gut findet, die der Fußgänger… aber auch das ist hier und heute nicht das Problem – nein, mir geht es um die Fahrbahnmarkierung zwischen der Fußgängerampel vor dem Hauptbahnhof und dem Beginn der – einspurigen – Stresemannstraße.
Durcheinander an Markierungen
Die alte, weiße, Markierung zeigt hier noch am Boden zwei Fahrspuren für Richtung Bergl, von der dann eine Abbiegespur nach links abzweigt. Die gelbe Markierung ist seit dem Umbau der Stresemannstraße die „sinnvolle“, da hier die linke Fahrspur komplett als Abbiegespur vorgesehen ist und nur die rechte Spur (vorher mittlere Spur) für geradeaus vorgesehen ist, was das Risiko des „Reinquetschens“ verringert, wenn sich zwei Spuren dann „urplötzlich und überraschend“ vor dem einspurigen Bereich wiederfinden. Die ursprünglich ganz rechte Spur ist inzwischen nur noch als Busspur plus Haltebereich vorgesehen.
Was stimmt und was nicht?
Scheinbar weiß aber kaum jemand, was nun zählt. Es kommt im Laufe des Tages hier öfter zu Beinahe-Zusammenstößen und verzweifelten Schlägen auf die Hupe, wenn der Lenker des Fahrzeuges vor oder neben einem in Sachen Fahrbahnmarkierung anderer Meinung ist, als man selbst. Nachdem ich die Ecke und die chaotischen Fahrmanöver dort des öfteren schon beobachtet habe, kamen in mir die Fragen auf, ob wir inzwischen alle von dieser Fahrbahnmarkierung einfach nur noch verwirrt sind und was jetzt eigentlich richtig und was falsch ist?
Ich würde mir wünschen, dass man die Situation entweder durch eine zusätzliche Beschilderung entschärft, oder sich dann doch einmal an die endgültige Markierung macht – ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben!
Anmerkung der Redaktion
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