Bavaria Yachtbau Giebelstadt stellt Insolvenzantrag
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Katharina Kraus
23. April 2018

Bavaria Yacht in Giebelstadt. Foto: Pascal Höfig
Wie der BR berichtet, hat das Bootsbau-Unternehmen Bavaria Yacht aus Giebelstadt im Landkreis Würzburg einen Antrag auf Insolvenz gestellt, was bedeutet, dass die GmbH in Zahlungsschwierigkeiten steckt. Wie die Zukunft der rund 600 Mitarbeiter einer der größten Werften Deutschlands aussehen wird, ist noch ungewiss, am Vormittag wird am Amtsgericht Würzburg darüber verhandelt, heißt es beim BR.
Planungsinsolvenz
Im Falle von Bavaria Yacht handele es sich allerdings um eine sogenannte Planinsolvenz in Eigenregie, ließ Walther Mann von der IG Metall Würzburg gegenüber dem BR verlautbaren. Das bedeutet, der Betrieb läuft ganz normal weiter und auch die Geschäftsführung bleibe im Amt. Lediglich die Finanzen werden in so einem Fall von einem Insolvenzverwalter geregelt. Auch die Löhne für das zweite Quartal seien für die Mitarbeiter gesichert, heißt es beim BR.

Bavaria Yacht in Giebelstadt. Foto: Pascal Höfig
Warum die Bavaria Yachtbau in Zahlungsschwierigkeiten steckt, ist noch nicht klar, so der BR. Das Würzburger Gericht wird nun den Fall prüfen und wenn nötig, ein vorläufiges Insolvenzverfahren anordnen, heißt es beim BR. Der Geschäftsführer des Bootsbauers, Lutz Henkel, ist zudem noch vor der Stellung des Insolvenzantrages aus dem Unternehmen ausgeschieden, berichtet der BR.
Jährlich 1.000 neue Yachten
Bavaria gehört nach Angaben des Unternehmens zu den europäischen Marktführern auf dem Gebiet des Yachtbaus und stellt seit 1978 Boote her. Auf der Homepage ist zu lesen, dass jährlich über 1.000 Segel- und Motoryachten in der Werft gefertigt werden. Auf dem 200.000 Quadratmeter großen Gelände in Giebelstadt gibt es vier Produktionsstraßen von je 125 Meter Länge, eine Schreinerei für den kompletten Ausbau einer Yacht und zwei Hallen zum Fertigen von Rümpfen und Decks.

