Die Kaiserstraße hat ein neues Gesicht
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Katharina Kraus
23. April 2018

Die Kaiserstraße in Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Es ist soweit, nach eineinhalb Jahren reiner Bauzeit und insgesamt circa dreieinhalb Jahren Baustelle ist die neue Fußgängerzone in der Kaiserstraße nun fertig und zu einem modernen Tor zur Innenstadt geworden. Die ehemalige Prachtstraße vom Hauptbahnhof in die Innenstadt wurde für circa 5,8 Millionen Euro saniert und umgestaltet. Heute, am 23. April, wird die Straße nun offiziell mit einem Fest eröffnet.
Neue Gehwege und Gleise
Die neue Gestaltung ist das Ergebnis des Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2008, den die Landschaftsarchitekten Kaiser + Juritza gewonnen hatten. Umgesetzt wurde er von der Arbeitsgemeinschaft Würzburger Pflasterbau / Müller Bau. Im Vorfeld wurden bereits über den Zeitraum von rund einem Jahr durch den Entwässerungsbetrieb die Entwässerungshausanschlüsse und durch die Mainfrankennetze GmbH die Gas- und Wasserleitungen erneuert. Auf einer Länge von 300 Metern wurden Gehwege und Gleise auf einer Gesamtfläche von rund 5.200 m² erneuert. Granit-Großpflaster liegt nun auf 2.600 m², auf 900 m² Granit-Kleinpflaster.

Neue Sitzmöbel in der Kaiserstraße. Foto: Pascal Höfig
Prägend für das neue Gesicht der Kaiserstraße sind neben der Straßenoberfläche aus Granit die speziell entworfenen Stadtmöblierungs Elemente, bestehend aus Stadtsofa, Litfaßsäule mit drehbaren Werbewalzen und Mülltonnen mit Kaiserstraßenlogo-Aufdruck.

Litfaßsäule in der Kaiserstraße. Foto: Pascal Höfig
Zudem wurde auf der Westseite der Kaiserstraße ein Blindenleitstreifen mit parallel angeordneter Lichtleiste, deren Leuchten als Kunstinstallation so angeordnet sind, dass sie als Morsecode den Slogan „Würzburg – Welterbe – Weingenuss – Wohlgefühl“ ergeben, in den Bodenbelag integriert. Diese Umgestaltung wurde mit Hilfe des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ umgesetzt.
20.000 Passanten und 1.000 Radfahrer
Durch die Kaiserstraße laufen täglich 20.000 Passanten, fahren 200 PKWs und LKWs, 1.000 Radfahrer und vor allem 500 mal die Straßenbahnen. Für Finanzierung hat die Regierung von Unterfranken einen Zuschuss in Höhe von 1,7 Millionen Euro durch
Städtebaufördermittel des Bundes und der Länder in Aussicht gestellt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. So verbleibt für die Stadt noch ein Eigenanteil von 2,1 Millionen Euro, fast in der gleichen Höhe beteiligen sich nach heutigen Stand die anliegenden Eigentümer in der Kaiserstraße mit ca. 2 Millionen Euro.

