Fund von 2.000 Schweinekadavern: Nächste Schritte zur Entsorgung eingeleitet

Anzeige

Würzburg erleben

24. April 2018

Einige Schweinekadaver wurden zur pathologischen Untersuchung nach Erlangen verbracht. Foto: Sat.1 Bayern
Gelchsheim_Schweinemast2

Einige Schweinekadaver wurden zur pathologischen Untersuchung nach Erlangen verbracht. Foto: Sat.1 Bayern

Im Landratsamt Würzburg laufen die Vorbereitungen für die Entsorgung der Kadaver nach dem Auffinden von rund 2.000 verendeten Schweinen in Osthausen auf Hochtouren.

Betreiber in der Pflicht

Den Betreibern der beiden Ställe werden Anordnungsbescheide zugestellt, nach denen sie die sach- und fachgerechte Entsorgung sämtlicher Tierkadaver sowie der vorhandenen Gülle durch eine Fachfirma bis spätestens 2.Mai 2018 zu beauftragen haben. Weiter sind die Stallungen fachgerecht zu reinigen und zu desinfizieren. Der Erlass dieser Anordnungen mit Fristsetzung ist gesetzlich begründet.

Grundsätzlich ist es die Pflicht der Betreiber, die Kosten für die Entsorgung der Ställe zu tragen. Sollte die Beauftragung bis zum 2. Mai 2018 nicht erfolgt sein, kommt eine Ersatzvornahme durch das Landratsamt in Betracht.

Sieben Schweinekadaver wurden heute zur pathologischen Untersuchung nach Erlangen verbracht. Foto: Sat.1 Bayern

Dafür werden parallel vorsorglich entsprechende Vorbereitungen im Landratsamt getroffen, um in diesem Fall zeitnah reagieren zu können. Die Kosten für die Ersatzvornahme werden im Nachgang von den Betreibern zurückgefordert.

Ein Feuerwehrmann mit Schutzanzug vor Ort. Foto: Sat.1 Bayern

Ein Feuerwehrmann mit Schutzanzug vor Ort. Foto: Sat.1 Bayern

Zwei Wochen für Räumung

Die Räumung der Ställe wird nach ersten Schätzungen rund zwei Wochen dauern. Die technischen Anlagen in den Stallungen bleiben während dieser Zeit weiterhin versiegelt. Die Ermittlungen hierzu werden so bald als möglich aufgenommen.

Ermittlungen laufen

Aktuell werden sowohl die polizeilichen Ermittlungen als auch die Untersuchungen beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weiter vorangetrieben.

Ob sich durch die pathologischen Untersuchungen der Proben, welche sich in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand befanden, die genaue Todesursache bzw. der Todeszeitpunkt der Tiere klären lässt, bleibt abzuwarten.

Banner2
Topmobile2