Superfoods oder super sinnlos?
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Würzburg erleben
26. Mai 2018

Salat und Gemüse. Foto: Pascal Höfig
Sie gelten als neue Superhelden unter den Lebensmitteln und sind gerade voll im Trend. So sollen sie beim Abnehmen helfen, den Alterungsprozess verlangsamen und sogar gegen Krebs wirken. Mit den Superkräften fühlt man sich also supergesund. Klingt doch vielversprechend, oder? Wir haben den Hype um die Lebensmittelhelden mal unter die Lupe genommen.
Was sind eigentlich Superfoods?
Es gibt keine einheitliche Definition für den Begriff. Allgemein gilt jedoch, dass diese Lebensmittel reich an bestimmten Nährstoffen sind und somit einen gesundheitlichen Erfolg versprechen. Außerdem gelten Superfoods als natürlich, unverarbeitet und kalorienarm. Die Bezeichnung „Superfoods“ stammt wohl aber von der Werbung, denn darunter lassen sich Lebensmittel einfach besser vermarkten als mit dem Begriff „Gesund“. Es gibt auch keine einheitlichen Listen, was nun zu den Nährstoffbomben zählt und was nicht. Hier eine kleine Übersicht, welche Lebensmittel häufig unter den Begriff Superfoods fällt:
- Chia-Samen
- Acai-, Aronia-, Goji-Beeren
- Ingwer,
- Avocado
- Rote Beete
- Grünkohle
- Papaya
- Heidelbeeren
- Mandeln
- Granatapfel
- Leinsamen
- Weizen-und Gerstengras
- Kurkuma
- Kakao
Doch lohnen sich die teuren Lebensmittel?
Vor allem für den Handel lohnen sich Superfoods. Natürlich sind alle dieser Produkte gesund, doch können auch viele einheimische Lebensmittel den Kampf mit den Superlebensmitteln locker aufnehmen.
Matcha und Grüner Tee
Matcha verwendet man beim Kochen, Backen oder im Smoothie. Ihm wird nachgesagt, dass es den Blutdruck senkt, den Cholesterinspiegel verbessert, den Stoffwechsel anregt und die Leistungsfähigkeit steigert. Allerdings ist Matcha nichts anderes als gemahlener Grüntee.
Goji-Beere und Schwarze Johannisbeere
Die Beeren liefern viele Vitamine, 21 Mineralien und Spurenelemente. Jedoch sind sie bei uns sehr teuer und wir bekommen oft nur noch die Extrakte. Eine günstigere und viel kalorienarmere Alternative ist unsere Schwarze Johannisbeere.
Acai-Beere und Heidelbeere
Acai-Beeren wird nachgesagt, dass sie schlank machen und sexuell stimulierend wirken sollen. Die Beere aus dem Regenwald wird bei uns als Saft, Pulver oder gefriergetrocknet angeboten. Die Beeren enthalten Anthocyan, der ihnen die dunkle Färbung gibt. Aber auch unsere heimische Heidelbeere enthält diesen Pflanzenfarbstoff.
Weizengras und Grünes Gemüse
Ob als Tablette, Saft oder Pulver – Weizengras darf bei der Aufzählung der Superfoods nicht fehlen. Viele mixen Weizengras in Smoothies, lösen es in Wasser auf oder streuen es über Speisen. Das enthaltene Chlorophyll soll die Wundheilung beschleunigen, zur Entgiftung von krebserregenden Substanzen beitragen und die Verdauung begünstigen. Was Weizengras kann, können unsere grünen Gemüsesorten schon lange. Viele Kohlsorten werden oft im Speiseplan vergessen und unterschätzt.
Chia-Samen und Leinsamen
Die Veganer lieben die Samen vor allem, weil sie ein perfekter Ei-Ersatz sind. Mann kann sie in den Joghurt mischen, einen Pudding davon machen oder zum Backen verwenden. Aber auch unsere Leinsamen sind reich an Calcium, Eiweiß und an Omega-3-Fettsäuren. Es gibt sogar Leinsamen-Öl.
Die Vergleiche stammen von Utopia.de, natürlich gibt es noch einige andere Bespiele.
Wo gibt es die Superfoods in Würzburg?
Wer überzeugt und auf den Geschmack gekommen ist, kann gleich auf die Suche nach den Superfoods gehen. Viele Lebensmittel gibt es mittlerweile in allen gutsortierten Supermärkten. Ansonsten sind auch die Würzburger Bioläden eine gute Anlaufstelle.
Auch in fruchtig-frischen Smoothies sind die Superfoods oft zu finden. In Würzburg gibt es auch ein paar Anlaufstellen für die leckeren Säfte. Wer auf „Grün“ steht, sollte sich mal durch die Green Smoothies probieren.

