Aggressiver Autofahrer auf A 3 rammt Pkw im Kolonnenverkehr
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Würzburg erleben
8. Juni 2018

Polizei auf der Autobahn. Symbolfoto: Pascal Höfig
Am Donnerstagnachmittag soll ein Autofahrer auf der A 3 im Kolonnenverkehr nach Erkenntnissen der Autobahnpolizei einen Pkw absichtlich gerammt haben. Es entstand ein Schaden von geschätzten 3.000 Euro. Die Beamten ermitteln nun wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Ungeduldiger Autofahrer
Gegen 13:50 Uhr hatten sich zwischen den Anschlussstellen Randersacker und Würzburg-Heidingsfeld sehr langsam fahrende Kolonnen gebildet. Ein 26-jähriger Fiat-Fahrer und ein 45 Jahre alter BMW-Fahrer fuhren nebeneinander. Wie der BMW-Fahrer später den Polizisten erklärte, war der andere Autofahrer wohl ungeduldig und wollte vom rechten Fahrstreifen in die linke Kolonne wechseln. Der 45-Jährige konnte, seinen Angaben zu folge, verkehrsbedingt nicht sofort eine Lücke für den Fiat-Fahrer bilden.
Dies ärgerte diesen anscheinend sehr und der junge Mann schlug mehrmals mit der Faust gegen die Beifahrerscheibe des BMW. Da dies auch noch nicht zum gewünschten Erfolg führte, rammte er mit seinem Wagen den BMW seitlich und beschädigte dessen komplette Beifahrerseite. Der 45-Jährige bremste, um nicht gegen die Mittelschutzplanke gedrückt zu werden, fast bis zum Stillstand ab. Der junge Mann fuhr weiter; der Geschädigte folgte ihm.
Gefährlicher Eingriffs in den Straßenverkehr
Später verließen beide Kontrahenten die Autobahn und hielten in Hörblach an. Während der Geschädigte telefonisch noch mit der Polizei sprach, entfernte sich der andere erneut. Zwischenzeitlich sind die Personalien des geflüchteten Verkehrsrowdys bekannt. Zu seinem Verhalten äußerte sich jedoch der in der Metropolregion Nürnberg wohnende Mann gegenüber den Polizisten noch nicht.

