Tipps zum Grillen in der Stadt
Anzeige
Katharina Kraus
18. Juni 2018

Symbolfoto Grillen: Pascal Höfig
Das Lied vom Grillen hört sich jedes Jahr ähnlich an. Auf öffentlichen Straßen und Plätzen ist eine offene Feuerstelle weitgehend verboten. Wenn man dabei erwischt wird, fällt schnell mal ein Bußgeld an – das trübt natürlich die Freude über den Grillabend! Erlaubt ist das Freiluft-Grillen nur auf wenigen Plätzen in Würzburg. Aber hier gilt kein Genehmigungsverfahren, sondern das gute alte Prinzip: Wer zuerst kommt, grillt zuerst – das Grillen gehört schließlich zum Sommer, wie ein Schwimmbadbesuch oder eine Kugel Eis.
Gerade für Stadtbewohner ist der Freizeitspaß im Freien ein Zeichen von Lebensqualität. Trotzdem sollte man beim Grillvergnügen auch ein paar Dinge beachten. Die Stadt Würzburg gibt deshalb einige Tipps zum nachhaltigeren Grillen mit auf den Weg.
Tipps für nachhaltigeres Grillen
- Pizzakartons, Pappteller, Servietten benötigen mehrere Jahre, bis sie sich zersetzt haben. Kunststoffgeschirr und -besteck, Einwegflaschen, Plastikschachteln und Dosen sogar mehrere 100 Jahre. Das Wegwerfgeschirr ist weder schön noch nachhaltig. Besser und viel schöner ist es, auf dem eigenen Geschirr zu speisen, das von zuhause mitgebracht wurde. Bratwurst und Steak können auch direkt in Brötchen gegessen werden.
- Die größte ökologische Sünde beim Grillen sind Einmalgrills aus Aluminium. Sie verbrennen den Rasen, auf dem sie stehen, und bestehen aus Rohstoffen, die viel zu wertvoll für eine einmalige Nutzung sind.
- Fleisch hat einen sehr großen ökologischen Fußabdruck. Die Tiere leiden unter der Massentierhaltung, außerdem beschleunigt diese den Klimawandel. Wer beim regionalen Metzger das Grillfleisch kauft, bei dem er sicher sein kann, dass es nicht aus der Massentierhaltung stammt, isst besser. Alternativen wie Grillkäse und Grillgemüse schmecken gut und sind meist gesundheitlich als deutlich besser einzustufen.
- Grillkohle sollte idealerweise von heimischem Holz stammen und möglichst mit FSC-Naturland oder notfalls mit dem PEFC-Siegel ausgezeichnet sein.
Hier ist es erlaubt
Nicht auf allen öffentlichen Grünflächen in Würzburg ist Grillen erlaubt. Erlaubt ist Grillen auf dem Grillplatz an den Mainwiesen in der Zellerau. Nahe dem Kloster Himmelspforten am Ende der Mainaustraße und dem alten Autowaschplatz. Hier gibt es zwar keine fest installierten Grillvorrichtungen, aber mehrere gepflasterte Feuerstellen für die Grillgeräte sowie Sitzmobiliar. Auch in der Nähe des Graf-Luckner-Weihers in Richtung Feggrube ist das Grillen erlaubt. Der Grillplatz ist ganz einfach stadtauswärts in Richtung Randersacker erreichbar. Hier gibt es zusätzlich eine fest installierte Grillanlage und das Gelände ist gut über den Main-Radweg zu Fuß zu erreichen, was sich angesichts der wenigen Parkplätze auch empfiehlt. Zu guter Letzt gibt es noch den Grillplatz Konrad-Adenauer-Brücke. Hier gilt es wieder, den Grill selbst mitzubringen. Dafür gibt es schöne Holztische und -bänke.
Müll entsorgen!
Doch nach dem Grillevent mit Freunden heißt es auch, den Müll bitte anständig entsorgen! Der Grillplatz sollte nach der Feier keiner Müllhalde gleichen, denn die nächsten Grillbegeisterten möchten gerne eine saubere Location vorfinden. Also bitte keine Reste als wilden Müll einfach liegen lassen oder am Wegesrand stapeln, sondern bewusst wieder mit nach Hause nehmen und dort entsorgen. Denn die Grünanlagen gehören nicht einzelnen Bürgern, sondern der Allgemeinheit.

