SKF: Stellenabbau um ein Jahr verschoben
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Katharina Kraus
26. Juni 2018

SKF in Schweinfurt. Foto: Pascal Höfig
Bei der Betriebsversammlung von SKF am Montag gab es laut Mainpost hitzige Diskussionen und Unruhen, so dass die Versammlung sogar unterbrochen werden musste. Grund für die Versammlung waren die Sparmaßnahmen, die die Firmenzentrale mit Sitz in Göteborg, Schweden, vom größten Produktionsstandort fordert, so die Mainpost.
Personalabbau im vierstelligen Bereich
Betriebsratsvorsitzender Norbert Völkl erklärte, dass das Management Personal abbauen möchte – und das sogar im vierstelligen Bereich, so Berichte der Mainpost. Außerdem sollen Zulagen auf Gehälter und Löhne der Angestellten gekürzt werden. Kündigungen könnten ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, erklärte Martin Johannsmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, so heißt es in der Mainpost.
Versammlung abgebrochen
Da der Schweinfurter Standort und auch die anderen Standorte in Deutschland weitaus schlechtere Ergebnisse erzielen als die anderen Standorte des Konzerns, so die Mainpost, wurden von Konzernchef Alrik Danielson Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im April gefordert. Diese Maßnahmen, die erst jetzt bekannt wurden, so die Mainpost, riefen bei Mitarbeitern und Betriebsräten große Entrüstung hervor, das berichtete Norbert Völkl gegenüber der Mainpost. Die Beschäftigten seien sehr wütend gewesen und die Stimmung während der Versammlung überaus aufgebraucht, heißt es bei der Mainpost. Das führte schließlich zum Abbruch der Versammlung.
Kürzungen uns Kündigungen vertagt
Laut Mainpost kamen schließlich der Betriebsrat und das Management nochmals zusammen. Von der Geschäftsführung wurde ein Kompromiss angeboten, so die Mainpost. Die Lohn- und Gehaltskürzungen und auch der Stellenabbau sollen bis zum nächsten Jahr ausgesetzt werden, heißt es in Berichten der Mainpost. Die anderen Fragen sollen laut Mainpost schnellstmöglich verhandelt werden. Nächstes Jahr im Juni solle dann zusammen eine Bilanz gezogen werden, so die Mainpost. Bis dahin müsse der Standort Schweinfurt die durchschnittlichen globalen Kennzahlen des Unternehmens erreicht haben, so Martin Johannsmann gegenüber der Mainpost.

