Dinkel: Was macht das Superfood im Bier?

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Würzburg erleben

19. Juli 2018

Feierabend genießen mit Distelhäuser! Foto: Pascal Höfig
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Gemeinsam mit den Freunden die verschiedenen Biersorten von Distelhäuser austesten. Foto: Pascal Höfig

Hört man Dinkel, denkt man normalerweise zuallererst an Brot, nicht unbedingt an Bier. Das mag daran liegen, dass dieses Getreide lange im Schatten von Weizen und Gerste stand. Dabei blickt der Rohstoff für das Dinkelbier auf eine deutlich längere Geschichte zurück. Er zählt zu den Urgetreiden, die bereits unsere Vorfahren anbauten. Aufgrund der Menge an Nährstoffen wird es gerne auch als Superfood bezeichnet. Die Distelhäuser Brauerei hat sich nach zwei Jahren Abstinenz endlich wieder entschieden, ein Bier aus dem Superfood und Urgetreide Dinkel zu brauen!

Wunderpflanze aus der Region

Der Dinkel blickt auch in Tauberfranken auf eine 8.000 Jahre lange Tradition zurück. Die robuste und anspruchslose Pflanze wächst im Bauland um Boxberg gut auch auf kargen Böden. Durch die ideale Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen und Ballaststoffen ist das Urgetreide seit den letzten Jahren wieder sehr beliebt. Das neu entdeckte Gesundheits- und Traditionsbewusstsein bildet die Grundlage für die Renaissance des Dinkels. Dinkel kann locker mit Superfoods wie Quinoa, Chiasamen und Co. mithalten. Großer Vorteil ist, das Getreide kommt aus der Heimat und führt zu einer geringeren Umweltbelastung.

Zurück zum Ursprung

Tradition wird auch in der Distelhäuser Brauerei groß geschrieben. So will man nicht nur auf alte, überlieferte Brauverfahren zurückgreifen, sondern auch auf ursprüngliche Rohstoffe aus der Region. Beim Dinkel handelt es sich um ein altes, gesundes und qualitativ sehr hochwertiges Getreide. So gesehen kann man ein Bier kaum ursprünglicher genießen!

Besondere saisonale Spezialität

Heimischer Dinkelmalz, Gersten- und Karamellmalz, Hefe, Aroma- und Bitterhopfen und klares Brauwasser. Das Dinkelbier ist ein obergäriges Bier, rötlich in der Farbe, kräftig und gehaltvoll im Geschmack. Auch das Bier aus dem Urgetreide wird in der Distelhäuser Brauerei streng nach dem Reinheitsgebot gebraut.

Rötlich-braun soll es leuchten: Distelhäuser Qualitätsbeauftragter Timo Herkert überprüft die Farbe des Dinkelbieres. Foto: Distelhäuser Brauerei

Rötlich-braun soll es leuchten: Qualitätsbeauftragter Timo Herkert überprüft die Farbe des Dinkelbieres. Foto: Distelhäuser Brauerei

Unterschied beim Brauvorgang

Anders als bei Weizen oder Gerste gibt es keinen speziellen Braudinkel. Alle gängigen Dinkelsorten enthalten aber relativ viel Eiweiß, welches in der Fachsprache auch Kleber genannt wird. So ist die Masse, die während des Brauvorgangs entsteht, relativ zäh und kann nicht wie üblich gefiltert werden. Überschüssige Hefe und Trübstoffe werden daher über eine Zentrifuge ausgesondert.

Für Weizenbier-Fans

Gerade Liebhaber des Weizenbiers sollten dem Dinkelbier auf jeden Fall eine Chance geben. Die beiden obergärigen Biere ähneln sich im Geschmack: Auch das Dinkelbier schmeckt fruchtig, hat ein leicht bananiges und gleichzeitig nussiges Aroma. Das natürlich trübe Bier ist weich, spritzig und rein aus natürlichen Inhaltsstoffen. Das Dinkelbier reift nun noch einige Wochen im Lagerkeller bevor es ab 20. August 2018 im Handel erhältlich ist. Diese saisonale Spezialität wurde nur in begrenzter Menge eingebraut und ist daher nur für kurze Zeit erhältlich!

Das Dinkelbier der Distelhäuser Brauerei. Grafik: Dominik Ziegler

Das Dinkelbier der Distelhäuser Brauerei. Grafik: Dominik Ziegler

Über die Distelhäuser Brauerei

Das handwerkliche Brauen charaktervoller, ausdrucksstarker Biere zählt seit jeher zu den Leidenschaften der Distelhäuser Brauerei. Seit 1876 ist die Brauerei im Eigentum der Familie Bauer. Mit 147 Mitarbeitern zählt die Brauerei zu den Mittelständlern in der deutschen Brauwirtschaft. In der Traditionsbrauerei werden derzeit 21 verschiedene Biersorten hergestellt.

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