Erweiterung Fußgängerzone: Bund Naturschutz kritisiert Entscheidung
Anzeige
Katharina Kraus
19. Juli 2018

Parkplatz Sterngasse. Foto: Pascal Höfig
Wie bereits berichtet, hat der Umwelt- und Planungsausschuss des Würzburger Stadtrates eine begrünte Fußgängerzone in Würzburg mit knapper Mehrheit abgelehnt. „Der BUND Naturschutz ist fassungslos über diese rückwärtsgewandte Entscheidung der Vertreter von CSU, Freien Wählern, Bürgerforum und Würzburger Liste“, so Armin Amrehn, 1. Vorsitzender beim BUND Naturschutz Würzburg /BN in einer Pressemitteilung.
„Bedrohung der Gesundheit“
„Dies zeigt deutlich, dass einige Stadträte die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt haben und die Bedrohung der Gesundheit der Menschen durch Feinstaub- und Stickoxide sowie durch die zunehmende Überhitzung der Stadt aufgrund des Klimawandels noch immer nicht erkennen oder nicht erkennen wollen“, kritisiert Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN diesen Beschluss weiter in einer Pressemitteilung.
Notwendig und sinnvoll
45 Parkplätze sind für einige Vertreter des Würzburger Stadtrates wichtiger, als eine Fußgängerzone im Bereich Sterngasse, Plattnerstraße und Am Bruderhof, die zudem noch mit sieben Bäumen begrünt werden sollte, so der Bund Naturschutz. Gerade in Hinblick auf die hohe Belastung Würzburgs mit Autolärm, Luftschadstoffen und einer Zunahme an Hitzetagen, ist eine Reduktion des Verkehrs und die Schaffung begrünter Plätze eine notwendige und sinnvolle Investition in die Zukunft, stellt der BN in einer Pressemitteilung fest.
Aufwertung der Innenstadt
Von der damit verbundenen Aufwertung der Innenstadt würden auch Einzelhandel und Gastronomie profitieren. „Die Würzburger Stadträte sollten sich das Ergebnis zum Bürgerentscheid am Kardinal-Faulhaber-Platz noch einmal zu Gemüte führen. Vor allem Wähler, die in der Nähe der hoch belasteten Innenstadt wohnen, stimmten – bei sehr hoher Wahlbeteiligung – mit weit über 60 % für eine umfassende Begrünung und gegen weiteren Parkraum“, erinnert Steffen Jodl abschließend.
Artikelberuht auf einer Pressemitteilung des Bund Naturschutz Würzburg.

