Gibt es bald strengere Regeln für Tätowierer?

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13. August 2018

Beim Tattoo stechen. Foto: Pascal Höfig
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Beim Tattoo stechen. Foto: Pascal Höfig

Die Tattoo Branche in Deutschland boomt. Mittlerweile hat jeder fünfte Deutsche ein Tattoo. Doch weil in Deutschland jeder, der ein Gesundheitszeugnis vorweisen kann, tätowieren darf, passieren auch viele Missgeschicke. Zum einen künstlerischer Art, zum Beispiel wenn das Portrait des Lieblingsmenschen so gar nicht ähnlich aussieht oder wenn sich ein Schreibfehler in das Lieblingsmotto eingeschlichen hat. Auch abgesehen von der Ästhetik gibt es Gesundheitsrisiken, wenn beispielsweise mit einer nicht desinfizierten Nadel gestochen wird oder falsche oder ungesunde Farbe benutzt wird.

Tattoo-Gipfel im November

Damit das nicht mehr so häufig vorkommt, möchte Gitta Connemann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union, einen Tattoo Gipfel ins Leben rufen. Im November soll gemeinsam mit Vertretern der Tattoo-Szene, Herstellern von Farben, Wissenschaftlern sowie Behörden und Instituten über mögliche Lösungen nachgedacht werden. Denkbar sind einheitliche Hygienestandards, außerdem könnte der Job des Tätowierers zum Ausbildungsberuf werden.

Das sagt Joe’s Airbrush in Schweinfurt dazu:

Schweinfurt City: Findet ihr, dass Hygienestandards öfters kontrolliert werden sollten?

Joe’s Airbrush: Das Problem ist, dass nur Tattoo Studios kontrolliert werden, die ein Gewerbe angemeldet haben. Alle anderen, bei denen es notweniger wäre, werden nicht kontrolliert.

Schweinfurt City: Sollte die Politik sich in die Tattoo-Branche einmischen?

Joe’s Airbrush:Teilweise fände ich es sinnvoll, weil sich sonst nichts ändern wird. Gerade was Hygienestandards und Gesundheitsrisiken anbelangt, sollte es deutlich mehr Regeln geben.

Schweinfurt City: Was haltet ihr vom offiziellen Ausbildungsberuf Tätowierer, ist das notwendig?

Joe’s Airbrush: Ja, ich halte das für sehr notwendig, weil es zu viele gibt, die einfach los tätowieren. Große Probleme sind dabei die mangelnde Erfahrung und die fehlenden Hygienestandards. Der Leidtragende ist letztendlich der Kunde.

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