Wenn Boomregionen wie Würzburg doch nicht schrumpfen
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Würzburg erleben
16. August 2018

Aussicht auf Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Vor Kurzem haben wir einen Artikel basierend auf einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln veröffentlicht – Thema war hier „Wenn Boomregionen wie Würzburg schrumpfen“. In unserer Community regten sich daraufhin viele Stimmen. Es wurde sich vor allem über die in der Studie genannten Zahlen gewundert und auch wir waren etwas skeptisch. Deshalb forderten wir beim Institut der deutschen Wirtschaft ein Statement dazu ein, woher denn die Zahlen für den Standort Würzburg überhaupt kommen.
Schrumpft Würzburg wirklich?
Die Studie „Wenn Bommregionen schrumpfen“ wollte mit ihren Ergebnissen zeigen, dass immer mehr sogenannte Boomregionen, also Regionen mit einer boomenden Wirtschaft, von sinkenden Einwohnerzahlen betroffen sind. Würzburg war laut dem Institut auf Platz Nummer 1, Schweinfurt auf Platz 7.
Das irgendetwas an diesen Zahlen nicht stimmen könne, merkte unsere Community relativ früh und auch wir haben schon in unserem Artikel angemerkt, dass dieses Phänomen recht verwunderlich wirkt. So wollten wir daraufhin noch einmal einen Blick auf die Studie werfen, doch diese war komplett von der Internetseite des Instituts verschwunden.
Studie ist fehlerhaft
Nach Kontaktieren des IW Köln, bekamen wir die Antwort, die Studie sei fehlerhaft. Die Wissenschaftler sind nach der Veröffentlichung auf einen mutmaßlichen Fehler gestoßen, der wohl auf Grund der Zahlen aus Würzburg augenfällig wurde. Würzburg zählt also nicht zu den schrumpfenden Boomregionen.
Nun wird geprüft, ob der Fehler eventuell korrigiert werden kann. Bis dahin wird die Studie nicht auf der Website des Instituts zu finden sein und die Daten werden auch nicht weiter publiziert. Die Ursprungsdaten für die Studie stammen von der Bundesagentur für Arbeit und dem statistischen Bundesamt.
Man kann also gespannt sein, wie die neuen und korrigierten Ergebnisse aussehen werden.

