Nach Bürgerentscheid 2015: Stadt stellt Sanierungskonzept für MOZ vor

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Würzburg erleben

20. September 2018

Das Mozartareal. Foto: Sarah Willer
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Das Mozartareal. Foto: Sarah Willer

Es tut sich etwas beim MOZ! Rund ein Jahrzehnt wurde über das Mozartareal diskutiert – und dann kam 2015 der Bürgerentscheid: Abriss oder Erhalt. Mit einer Wahlbeteiligung von gerade einmal 19% stimmten die Würzburger mehrheitlich für „Rettet das MOZ“. Das Areal solle erhalten und u.a. für Bildung und Kultur umgebaut und saniert werden. Obwohl mehrere Vorschläge und Ideen seitens der Stadt diskutiert wurden, hat sich seitdem nicht viel getan. Bis jetzt! In einer Pressekonferenz stellte die Stadt Würzburg am heutigen 20. September 2018 ein dreiteiliges Finanzierungs- und Nutzungskonzept für den „Hufeisentrakt“ vor.

Alles rund ums Thema „MOZ“!

Dieser wird dem Hauptausschuss und dem Stadtrat zur Begutachtung und Entscheidung vorgelegt, über den „Windmühlen“-Trakt werde gesondert entschieden. Sobald der Redaktion Visualisierungen und Pläne seitens der Stadt zur Verfügung gestellt werden, werden wir diese auf „Würzburg erleben“ mit Euch teilen.

Konzept auf Grundlage des Bürgerentscheides

Die Stadt Würzburg habe auf Grundlage des Bürgerentscheids zum Mozart-Areal (2015) ein „tragfähiges und finanzierbares Konzept für Sanierung und Umnutzung der ehemaligen Mozartschule“ entwickelt. Darin erfüllt seien die wesentlichen Punkte des Bürgerentscheids: Erhalt des Gebäudekomplexes, Sanierung, Verbleib in öffentlicher Hand und die teilweise kulturelle und öffentliche Nutzung.

Kultur steht im Fokus der Sanierung

Im Fokus des Konzeptes der Sanierung des Hufeisen Traktes steht die Kultur. Die Sing- und Musikschule mit Unterrichtsräumen, der städtische Veranstaltungsbereich und die Hochschule für Musik sollen dabei einen Dreiklang bilden. Auch das Mozartfestbüro wird in dem Gebäude ihren Platz finden. Oberbürgermeister Christian Schuchardt betonte, das bei dem Konzept versucht wurde, sich an den Ideen des Bürgerentscheides entlang zu hangeln und das obwohl die Gültigkeit schon abgelaufen sei.

Pressekonferenz zum Umbau und der Sanierung des Mozartareals (Hufeisen). Foto: Sarah Willer

Pressekonferenz zum Umbau und der Sanierung des Mozartareals (Hufeisen). Foto: Sarah Willer

Kosten liegen bei 12,1 Mio. Euro

Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf insgesamt 12,1 Mio. Euro. Der Städtische Veranstaltungsbereich erhält bei dieser Kostenrechnung 5,1 Mio. Euro, für den Teil der Hochschule für Musik werden 3,9 Mio. Euro eingeplant und auf weitere 3,1 Mio. Euro wird sich der Teil der Sing- und Musikschule belaufen. Kämmerer Robert Scheller erklärte, dass die Kosten natürlich eine Herausforderung für den Haushaltsplan darstellen, diese aber auf Grund von den im Moment verhandelten Städteförderungen und den Mieteinnahmen zu stemmen sind. Einen großen Teil der Mieteinnahmen werde dann wohl der Windmühlenflügel ausmachen, da es hier Pläne der VR-Bank gäbe, sich weiter auszubreiten und Büros und Wohnungen zu realisieren.

Das neue Konzept sieht eine dreiteilige Lösung vor. Grafik: Stadt Würzburg

Das neue Konzept sieht eine dreiteilige Lösung vor. Grafik: Stadt Würzburg

Auch der Umzug der Sing- und Musikschule könne dann wieder Einnahmen bringen, so Scheller weiter, denn auch wenn diese mietfrei angeboten werden müssen, so werde das Gebäude in der Burkarderstraße 30 frei. Dieses bietet wiederum Potential, um es zu Vermarktungszwecken zur Verfügung zu stellen.

Schuchardt: „Eine rundum Runde Sache“

Das gesamte Konzept ist sowohl mit dem Denkmalschutz und der Regierung von Unterfranken abgestimmt worden. Beide Parteien würden der Idee äußerst positiv gegenüber stehen, da das Gebäude bei der Sanierung erhalten und der Bürger profitieren werde. So soll ein 180 Sitzplätze starker Raum öffentlich zugänglich für die Bürger sein – ein Veranstaltungsraum mitten in der Stadt.

Im Jahr 2020 solle dann mit der Sanierung begonnen werden und Ende 2022 ist die Fertigstellung geplant. “ Eine rundum runde Sache“, so Schuchardt zum Abschluss und zeigte sich damit sichtlich zufrieden mit dem Konzept.

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