Lenas Mission: Mehr Würzburger zum Lachen bringen
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Würzburg erleben
29. Oktober 2018

Lena braucht Unterstützung um Clown zu werden. Foto: Lena Patinsky
Während viele 28-Jährige gerade wohl ihren Master beendet haben oder schon ein paar Jahre in der Arbeitswelt tätig sind, so hat Lena einen ganz besonderen Wunsch für ihr späteres Berufsleben: Sie möchte Menschen zum Lachen bringen und das als Clown. Doch was viele nicht wissen, es gibt eine professionelle Ausbildung zum Clown.
Ausbildung zum Clown
Damit Lena ihren Traum verwirklichen kann und noch mehr Würzburger zum Lachen bringen kann, hat sie jetzt ein Crowdfunding Projekt gestartet um das nötige Geld für ihre Ausbildung zu sammeln. Wir haben mit der Würzburgerin ein Interview geführt um mehr über ihr Projekt und die Gründe warum Würzburger mehr lachen sollten, zu erfahren.
Würzburg erleben (WE): Wie bist du auf die Idee gekommen, Clown zu werden?
Lena: Ich weiß gar nicht mehr, woher die Idee zum Clown kam. Als Kind hatte ich nie viel mit Clowns am Hut. Ich habe mich allerdings schon immer für den Zirkuskontext und Theaterarbeit interessiert. Da liegt der Clown als Kombi eigentlich nahe… und jetzt habe ich einen ordentlichen Hut und werde selbst Clown.
WE: Wie läuft die Ausbildung zum Clown genau ab? Was lernt man alles und worauf wird man alles vorbereitet?
Lena: Die Ausbildung läuft berufsbegleitend zwei Jahre lang und findet einmal im Monat über mehrere Tage statt. Neben diesen Terminen gibt es noch Blockeinheiten mit besonderen Themengebieten wie etwa „Der Narr und der Tod“. Wir haben in der Zeit sehr intensives Training und durchlaufen eine anstrengende Entwicklung. Dabei lernt man auch ganz viel über sich selbst.
Aber natürlich „spielen“ und lachen wir eben auch zusammen. Wir lernen die Basics der Komik und des freien Improvisationsspiels, aber auch Fakten über den klinischen Kontext, verschiedene Krankheitsbilder, die Geschichte der Clowns und vieles mehr.
WE: Was ist das Schönste am „Clown Sein“ für dich?
Lena: Das Schönste ist, dass die Regeln unserer kommerzialisierten Leistungsgesellschaft dort nicht gelten – statt Konkurrenz, Ergebnissen und Individualdenken zählen Neugier, Authentizität und Miteinander. Unter dem Spiel liegt immer eine gewisse Freude und Begeisterung. Ich möchte als Clown andere Menschen berühren und ihre Leben bereichern. Ich will die Welt ein Stückchen freudvoller und humaner machen.
WE: Was möchtest du dann nach deiner Ausbildung genau machen?
Lena: Ich habe noch keinen konkreten Plan, denn solche Dinge entstehen ja immer erst im Laufe der Zeit. Es gibt großartige Projekte und Möglichkeiten als Clown tätig zu sein – da braucht man sich nur mal die Arbeit von „Clowns ohne Grenzen“ oder natürlich von den Klinikclowns in Würzburg anschauen. Da passieren Dinge, von denen die Welt noch so viel mehr braucht.
WE: Magst du noch ein wenig über das Crowdfunding erzählen, dass du im Moment machst, um deine Ausbildung zu finanzieren?
Lena: Ich mache eine professionelle Ausbildung und die kostet natürlich eine Menge Geld. Eine Clownskollegin hat mich dann auf die Idee gebracht, ein Crowdfunding zu starten. Viele tolle Menschen haben mich ermutigt und mir bei der Realisierung geholfen.
Ich freue mich über die viele positive Resonanz, die zurückkommt. In Gesprächen und durch die Spenden zeigen mir viele Menschen ihre Wertschätzung zu meinem Projekt. Das ist toll! Natürlich möchte ich den Spendenden auch etwas zurückgeben – es gibt kleine Rewards und bei einem großen Batzen Geld freue ich mich darauf, mehr ehrenamtlich zu arbeiten.
WE: Was ist dein absoluter Lieblingsort in Würzburg?
Lena: Ich habe eigentlich zwei Lieblingsorte: die Festung und den Ringpark. Auf der Festung kann ich über das schöne Würzburg schauen und es hat etwas ganz Freies und Malerisches. Im Ringpark setze ich mich am liebsten unter einen Baum. Da ist es ganz leicht, geerdet zu sein und durchzuatmen. Der Ringpark hat einfach viele sehr schöne Stellen und ist mit seiner Natur mitten in der Stadt so bereichernd.
WE: Sollten die Würzburger mehr lachen?
Lena: Na klar! Die Würzburger sind ja schon ein fröhliches Völkchen, aber jeder sollte mehr lachen! Freude tut einfach gut. Ob man laut auflacht oder schmunzelt oder sich einfach innerlich ein wenig amüsiert, ist ja egal, aber ich denke mal, es ist noch keiner abends zu Bett gegangen und hat sich gedacht: „Oh Mist, heute habe ich zu viel gelacht. Das sollte ich morgen besser machen.“
WE: Was magst du unseren Lesern noch mitgeben?
Lena: Ich habe neulich ein Zitat gelesen von dem Dichter W. H. Auden: „Liebt einander oder geht zugrunde.“ Ich denke, da ist viel Wahres drin – eben auch das Streben nach mehr Liebe, Lachen und Wertschätzung für die Welt … Ach ja, und natürlich: spenden, teilen und weitersagen bitte.
Wer Lenas Projekt unterstützen möchte, findet den Link zur Crowdfunding Kampagne hier.



