Schuldneratlas: Landkreis Schweinfurt auf dem dritten Platz

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Würzburg erleben

14. November 2018

Kein Geld in der Tasche. Symbolfoto: Pascal Höfig
Pleite_Geld

Kein Geld in der Tasche. Symbolfoto: Pascal Höfig

Auch in diesem Jahr hat Creditreform Würzburg wieder einen Schuldneratlas erstellt und unsere Region ist darin aufgeführt. Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum fünften Mal in Folge angestiegen. Die Überschuldungsquote bleibt nahezu konstant, da die Bevölkerung durch Zuwanderung und Migration nochmals leicht zugenommen hat. Zum Stichtag (1. Oktober 2018) wurde für Deutschland eine Überschuldungsquote von 10,04 Prozent gemessen. Damit sind weiterhin über 6,9 Millionen Bürger über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Dies sind rund 19.000 Personen mehr als noch im letzten Jahr (+ 0,3 Prozent).

Der Landkreis Schweinfurt ist allerdings auf Platz 3 der niedrigsten Überschuldungsquoten, anders sieht es jedoch bei der Stadt Schweinfurt aus.

Starke Unterschiede zwischen Stadt und Landkreis

Im Landkreis Schweinfurt ist die Schuldnerquote relativ gering. Hier gelten lediglich 5,12 Prozent der erwachsenen Einwohner als überschuldet, im Gegensatz dazu die Stadt Schweinfurt, hier sind es 10,67 Prozent. Jedoch hat sich die Quote der Stadt Schweinfurt zu letztem Jahr etwas verbessert.

In der Stadt Schweinfurt ist zudem eine starke Spreizung innerhalb des Stadtgebietes (PLZ-Region) festzustellen. Am niedrigsten ist die Schuldnerquote aktuell mit 5,32 Prozent im PLZ-Gebiet 97422 (Haardt), am höchsten mit 17,55 Prozent im PLZ-Gebiet 97421 (Bergl). Im vergangenen Jahr hingegen lag die Schuldnerquote in der Stadt Schweinfurt im PLZ-Gebiet 97421 bei 17,83 Prozent und im PLZ-Gebiet 97422 bei 5,35 Prozent, somit ist die Quote seit letztem Jahr gesunken. 

Altersüberschuldung nimmt immer stärker zu

Zudem gewinnt das Phänomen „Altersüberschuldung“ weiter und stärker als in den Vorjahren an Bedeutung. Die Zahl älterer überschuldeter Verbraucher (über 50 Jahre) hat deutlich zugenommen. Die Zahl jüngerer überschuldeter Verbraucher (unter 50 Jahre) hat fast ebenso deutlich abgenommen. Erfreulich: Den stärksten Rückgang zeigt die Gruppe der unter 30-Jährigen. Die besonders wirtschaftsaktiven 30- bis 39-jährigen Verbraucher weisen weiterhin trotz leichtem Rückgang die höchsten Überschuldungsquoten auf.

Zeitnahe Verbesserung unwahrscheinlich

Für die nahe Zukunft ist auch angesichts sich eintrübender konjunktureller Rahmenbedingungen nicht mit einer nachhaltigen Entspannung der privaten Überschuldungslage in Deutschland zu rechnen. Nicht nur für die nächsten Monate kann daher von einer weiteren Zunahme der Überschuldungszahlen in Deutschland ausgegangen werden.

Dieser Artikel beruht auf Pressinformationen der Creditreform Würzburg Bauer & Polyak KG.

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