Finger abgetrennt: 13-jähriger durch Böller-Explosion schwer verletzt
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Würzburg erleben
3. Januar 2019

Rettungsdienst und Notarzt im Einsatz
Gestern Nachmittag kam es gegen 14:00 Uhr im Würzburger Stadtteil Zellerau zu einer folgenschweren Explosion eines Böllers. Ein 13 Jahre alter Junge wollte mit drei gleichaltrigen Freunden das Stadtgebiet nach Überresten funktionstüchtiger pyrotechnischer Gegenständen absuchen und diese abbrennen.
Auf dem Weg teilte der Junge seinen Freunden mit, dass er bereits am Morgen einen besonders großen Knallkörper gefunden habe. Um diesen anzubrennen begab sich der 13-Jährige in einen Fahrradunterstand und entzündete die Lunte des Knallkörpers.
Halber Daumen und Zeigefinger abgetrennt
Unmittelbar nach dem Anzünden explodierte der Feuerwerkskörper in seiner linken Hand und verletzte ihn schwer. Durch die Wucht der Explosion wurden der halbe Daumen und der Zeigefinger abgetrennt. Zudem erlitt der Junge leichte Schürf-/ und Platzwunden im Gesicht. Die drei anderen Kinder wurden nicht verletzt.
Bayerisches Landeskriminalamt ermittelt
Der 13-Jährige wurde in ein Würzburger Krankenhaus gebracht. Die weiteren Untersuchungen des Vorfalls werden von dem für Sprengstoffdelikte zuständigen Sachgebiet des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) zusammen mit der Staatsanwaltschaft Würzburg übernommen.
Die Ermittlungen des BLKA in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Würzburg zu den genauen Hintergründen laufen weiterhin.
Der pyrotechnische Gegenstand kann wie folgt beschrieben werden:
– Ei-förmig
– brauner Sprengkörper
– grüne Zündschnur
Die Sachbearbeiter erhoffen sich hierbei insbesondere Hinweise aus der Bevölkerung:
- Wer konnte im Würzburger Stadtteil Zellerau, insb. im Bereich Hartmannstraße und Friedrichstraße, eine verdächtige Person beobachten, die einen pyrotechnischen Gegenstand abgelegt hat?
- Wer hat möglicherweise selbst einen solchen Gegenstand aufgefunden und ist noch in dessen Besitz?
WARNUNG
In diesem Zusammenhang warnen wir ausdrücklich davor, diesen zu zünden! Beim Auffinden bitte die nächste Polizeidienststelle informieren, die dann weitere Maßnahmen veranlasst.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/4571732 mit der Kripo Würzburg in Verbindung zu setzen.
Dieser Fall verdeutlicht auf tragische Weise, wie gefährlich der falsche Umgang mit Pyrotechnik auch nach Silvester sein kann.
Daher rät das LKA: Feuerwerkskörper die versagen, liegen lassen und nicht nochmals zünden!

