Bistum Würzburg: 15 Millionen Defizit, 31 Millionen für Baumaßnahmen

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Katharina Kraus

18. Februar 2019

Der Würzburger Dom. Foto: Pascal Höfig
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Der Würzburger Dom. Foto: Pascal Höfig

Das Bistum Würzburg hat heute seinen Haushalt für das Jahr 2019 vorgestellt: Es soll mit einem Fehlbetrag von rund 15 Millionen Euro gerechnet werden, der aus Rücklagen entnommen werde, Bischof Franz Jung kündigte auch Sparmaßnahmen an. Dennoch wird die Diözese rund 31,7 Millionen Euro für Baumaßnahmen an Gotteshäusern, Pfarrheimen, Bildungshäusern, Schulen und Kindertagesstätten in Unterfranken investieren, das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

31 Millionen für Baumaßnahmen

Damit verwendet das Bistum rund 14,3 Prozent des Gesamthaushalts für Baumaßnahmen. Im Jahr 2018 stellte das Bistum rund 31 Millionen Euro für Baumaßnahmen bereit, das entsprach 14,6 Prozent des Gesamthaushalts. Angesichts der derzeit angespannten finanziellen Lage des Bistums sagte Generalvikar Thomas Keßler: „Wir werden uns im Bereich der Baumaßnahmen auch wegen der Entwicklung der Baukosten zukünftig auf das konzentrieren, was notwendig ist, um die Bausubstanz zu erhalten.“

Haushalt von 221 Millionen Euro

Insgesamt umfasse der Haushalt des Bistums etwa 221 Millionen Euro, davon sei der größte Ausgabenposten die Personalkosten von Angestellten und Klerikern mit rund 57 Prozent des Haushalts. Die Diözese erwartet Erträge aus der Kirchensteuer in Höhe von 177,4 Millionen Euro, 80,3 Prozent des Gesamthaushalts. Bischof Jung kündigte ausdrücklich einen „neuen Kurs“ für 2019 an: „Wir müssen umsteuern, um die Finanzen der Diözese zukunftsfähig, nachhaltig und transparent aufzustellen.“

„Seit meinem Amtsantritt am 10. Juni 2018 ist es deshalb für mich eine besondere Priorität, die Finanzen der Diözese neu zu ordnen.“ Dazu gehöre, dass die Verwendung der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel transparent und nachvollziehbar dargestellt werde – „und zwar nach den Regeln des Handelsgesetzbuches, wie sie auch für größere Unternehmen gelten“. Das aktuelle Defizit rühre daher, dass viele Ausgaben gebunden seien und es auch erst mittelfristig gelingen werde, aus der derzeitigen finanziellen Situation herauszukommen.

15,7 Millionen für Bauinvestitionen von Pfarrgemeinden

Die Summe der Zuschüsse für Bauinvestitionen von Pfarrgemeinden beträgt rund 15,7 Millionen Euro. Sie setzt sich zusammen aus acht Millionen Euro für Kircheninstandsetzungen, 3,2 Millionen Euro für die Renovierung von Pfarrheimen, 2,5 Millionen Euro für den Erhalt und die Instandsetzung von Pfarrhäusern, 500.000 Euro für die Instandhaltung und Erneuerung der Orgeln, 60.000 Euro für die Denkmalpflege sowie 1,5 Millionen Euro für unvorhersehbare Bauinvestitionen.

Zuschüsse für Caritas

Die Zuschüsse für die Bauinvestitionen der Caritas betragen insgesamt 7,5 Millionen Euro. Davon gehen 4,5 Millionen Euro an die Kindergärten und 1,5 Millionen Euro an das Caritas-Alten- und Pflegeheim Sankt Bruno in Haßfurt. Weitere 1,5 Millionen Euro erhält die Caritas als pauschalen Bauzuschuss.

Diözesane Einrichtungen und Schulen

Weitere Bauzuschüsse gibt es für diözesane Einrichtungen: 5,5 Millionen Euro für das Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg, 700.000 Euro für die diözesanen Bildungshäuser, 250.000 Euro für den Marmelsteiner Hof, 100.000 Euro für den Kardinal-Döpfner-Platz 8 und 9 in Würzburg sowie jeweils 25.000 Euro für die Würzburger Studentenwohnheime und die Klinikseelsorge in Bad Neustadt.

Außerdem werden Bauinvestitionen von Ordensgemeinschaften und Schulen bezuschusst. 850.000 Euro fließen an den Fonds für kirchliche Schulen, 400.000 Euro an das Vinzentinum in Würzburg, 300.000 Euro an das Elisabethenheim in Würzburg und 150.000 Euro an die Theresia-Gerhardinger-Realschule in Amorbach. Darüber hinaus sind die DJK-Vereine mit 75.000 Euro sowie die Kirche in Osteuropa und die Weltkirche mit 100.000 Euro berücksichtigt.

Artikel beruht auf Informationen des POW.

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