Vier Jahre Haft für Brandstifter von Estenfeld
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Würzburg erleben
28. Februar 2019

Das Justizzentrum in der Ottostraße mit Strafprozesszentrum/Zivilprozesszentrum. Hier ist die Staatsanwaltschaft, das Landgericht und das Amtsgericht Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Wegen Brandstiftung in mehreren Fällen hat das Landgericht Würzburg gestern einen ehemaligen Feuerwehrmann aus Estenfeld (Lkr. Würzburg) zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte gestanden insgesamt fünf Brände gelegt zu haben.

Die Feuerwehr im Einsatz an der Karthause in Estenfeld. Foto: Pascal Höfig
Von Ende Februar bis Anfang April 2018 hielt der 23-jährige Angeklagte die Bewohner in Estenfeld in Atem. Am 20. Februar 2018 legte er zuerst ein Feuer in der Estenfelder Kartause, bei dem ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstand.
Bis April folgten Brände in einer Scheune und drei Gartenhäuschen im Ort. Nach umfangreichen Ermittlungen wurde der Feuerwehrmann dann im August 2018 festgenommen. Bei allen seiner selbst gelegten Brände war er mit seiner Wehr auch selbst im Einsatz.
Der 23-Jährige legte vor Gericht ein Geständnis ab und nannte finanzielle sowie persönlichen Probleme als Tatmotiv. Er entschuldigte sich im Prozess bei allen Geschädigten.
Das Gericht verurteilte den 23-Jährigen zu vier Jahren Haft. Strafmildernd hatte sich bei der Urteilsfindung sein vollumfängliches Geständnis sowie die öffentliche Entschuldigung ausgewirkt.

